Oerlinghausen (kd). Bereits zum elften Mal haben Helferinnen und Helfer der Oerlinghauser Agendagruppe "Zusammenleben-Soziales-Kultur" Lebensmittel für bedürftige Mitbürger aus Leopoldshöhe und Oerlinghausen gesammelt. "Möchten Sie nicht auch etwas geben?", fragten Lieselotte Monzen und Gabriele Gerland die Kunden vor einem Supermarkt in der Altstadt. Ab 9 Uhr hatten sie sich mit Sammelbüchse und Einkaufswagen vor dem Eingang postiert. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus. Vielen war die Aktion bereits bekannt und spendeten nach dem Einkauf ein Paket, eine Dose oder ein Glas mit haltbaren Lebensmitteln. So war der erste Wagen schon rasch gefüllt. Besonders gefreut haben sich die beiden Helferinnen über die Reaktion eines Kunden, der mehrere Pakete in den Wagen legte und sogar noch Geld spendete. Er gab sich als ehemaliger Flüchtling zu erkennen. "Er hat uns gesagt, dass er die Not kennt. Er wollte ein wenig zurückgeben, weil er heute integriert ist und Arbeit hat", berichteten Lieselotte Monzen und Gabriele Gerland. Insgesamt waren 20 Helferinnen und Helfer an der Aktion beteiligt. Durch ihren Einsatz konnten innerhalb von fünf Stunden 31 Einkaufswagen gefüllt werden. Damit kann die "Tafel"-Ausgabestelle in Asemissen ihre Vorräte wieder auffüllen. Das Bargeld wird für den Transporter benötigt, der wöchentlich zu den Geschäften fährt, um überschüssige frische Lebensmittel abzuholen, die von der "Tafel" verteilt werden. Derzeit sind in Oerlinghausen etwa 900 Personen (darunter 277 Kinder im Alter bis zu 14 Jahren) hilfebedürftig. Ein Berechtigungsschein gibt ihnen die Möglichkeit, gegen ein geringes Entgelt Lebensmittel zu erwerben. 130 Erwachsene sowie 45 Kindern aus Oerlinghausen werden derzeit von der "Tafel"-Ausgabestelle Asemissen einmal wöchentlich mit Lebensmitteln unterstützt.
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Spender füllten 31 Einkaufswagen
In Oerlinghausen wurden Lebensmittel für die "Tafel" gesammelt
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