1. Frisches Quellwasser fließt über den Eisstein

    Erste Teilmaßnahme zum neuen Wanderkompetenzzentrum eingeweiht

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    Detmold-Hiddesen (ck). Der vermutlich größte Granit-Findling der im Detmolder Stadtgebiet gefunden wurde hat nun seine neue Heimat am Wasserpfad in Hiddesen gefunden. 2011 wurde bei Ausschachtungsarbeiten der Stadtwerke Detmold zum Bau einer Fernwärmeleitung von Horn-Bad Meinberg nach Detmold der etwa 18 Tonnen schwere Findling entdeckt. Der damalige Kneipp- und Verkehrsverein Hiddesen hatte als Beginn des Wasserpfades den Dreiflussstein auf dem Kamm des Teutoburger Waldes errichten lassen. Danach erfolgte die Suche nach einem Zeugnis der Eiszeit. Der Findling wurde dem Heimatverein von der Stadt Detmold zur Verfügung gestellt und konnte mit Investitionsmitteln aus dem regionalem Wirtschaftsförderungsprogramm des Landes NRW entsprechend aufbereitet werden. Kürzlich wurde der Eisstein offiziell eingeweiht am Grillplatz Mufflonkamp gemeinsam von Vertretern und Förderern des Gesamtförderprojektes "Kompetenzzentrum Wandern – Teutoburger Wald". Bauleiter Dietrich Aufdemkamp erklärte den weiten Weg des Findlings aus Skandinavien in seine neue Heimat. "Vor rund 20.000 Jahren erreichte die zweite Eiszeit unsere Region. Dabei transportierte sie auch diesen Granitstein mit ungeheuren Kräften nach Detmold." Zwei große Gletscher stießen damals von Nordosten und von Westen her kommend mit bis zu 200 Meter dicken Eismassen bis zum Teutoburger Wald vor. Dr. Klaus Schafmeister, Wirtschaftsförderer des Kreises Lippe, begrüßte die Anwesenden und freute sich, das erste Element des Projektes vorstellen zu können. Landrat Friedel Heuwinkel dankte dem Heimatverein und allen anderen Mitwirkenden. "Wenn man über Geschichte redet, dann redet man auch über die Veränderung der Region. Das Wandern ist ganz anders in das Bewusstsein der Menschen gekommen, nicht nur in Verbindung mit Gesundheit sondern auch mit Erkunden der Region." Wirtschaftsförderer des Kreises Lippe Günter Weigel ergänzte, dass der Eisstein der erste von zehn Teilprojekten ist, dass das Europäische Kompetenzzentrum Wandern aufwerten wird. Die Verbandsvorsteherin des Landesverbandes Lippe, Anke Peithmann, lobte Christian Hartwich für sein privates Engagement. Er habe überhaupt erst "den Stein ins Rollen" gebracht und dankte allen anderen für die hervorragende Kooperation. Der Stein passe hier hervorragend hin, attraktiv eingebettet in Originalsteine aus der Krummen Straße in Detmold. "Eine tolle Ökologie, die die Bäume, den Wald und das Wasser beinhalten", so Peithmann. Die stellvertretende Bürgermeisterin Christ-Dore Richter dankte den Ideengeber auch für den Langmut bis der Stein seinen Platz gefunden hat und vermutete schmunzelnd, dass noch mehre Steine folgen werden. Der neue Vorsitzende des Hiddeser Heimatvereins, Cord Brüning, richtete seinen Dank ebenfalls an seinen Vorgänger Christian Hartwich. Des Weiteren legte er sein Augenmerk auf die ideelle Bedeutung des Naturdenkmals für den Wasserpfad. "Dieses Naturdenkmal, gerade an dieser Stelle, soll die Aufmerksamkeit auf das richten, was nicht direkt ins Auge fällt, nämlich die Trinkwasserreserven hier in der Region". Außerdem sprach er davon, dass der Wasserpfad kein Wander- oder Spazierweg im üblichen Sinne sei; sein Zusammenhang liege in der Idee der europäischen Wasserrichtlinien, die sich Kontinent übergreifend erstreckt. "Die aktuelle Diskussion über die Frage der Erdgasgewinnung aus tieferen Erdschichten, dem Fracking begleiten wir besorgt. Uns beunruhigt die Meinung, mit einer Berücksichtigung von Wasserschutzgebieten sei das Problem des Umgangs mit dem Trinkwasser abgehakt. Ein Großteil unserer Wasservorräte lagert viel großflächiger im Untergrund der Senne. Von diesen Vorräten Leben in Detmold circa 40 Prozent der Einwohner. Ein Wasserschutzgebiet für den gesamten Bereich gibt es jedoch nicht", so Brüning.

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