Kreis Lippe. Drei Jahre lang haben sich Jugendliche in Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lügde und Schieder-Schwalenberg im Rahmen des Projekts "Kommunale Bildungslandschaften aus Sicht der Jugendarbeit" aktiv an der Gestaltung der offenen Jugendarbeit beteiligt, kulturelle Veranstaltungen für Gleichaltrige organisiert und ihre Interessen gegenüber Veranstaltern und Organisatoren verdeutlicht. Jetzt wurde der Abschlussbericht des aus aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW sowie des Kinder- und Jugendförderplans des Kreises Lippe geförderten Projekts vorgestellt. Projektleiterin Julia Heiligenstühler freute sich über das Engagement einzelner Jugendlicher und Gruppen. So wurde in den Modellkommunen unter anderem die Serie "Kultur on Tour" von Jugendlichen vobereitet und vorgestellt. Mit dem Engagement der Jugendlichen hätte sich das Ziel, mehr Freiräume für Kinder und Jugendliche zu schaffen, in denen sie sich ausprobieren können, gut umsetzen lassen. "Bildung fängt nicht erst in der Schule an und findet auch nicht ausschließlich dort statt. Gerade im Jugendalter passiert viel über offene Diskussionen zwischen Gleichaltrigen. Deshalb ist Offene Jugendarbeit so wichtig: Denn sie schafft den Raum dafür", ergänzte Landrat Friedel Heuwinkel. In das Fazit eingebunden war ein Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Deinet von der Fachhochschule Düsseldorf, der das Thema Offene Kinder- und Jugendarbeit als Akteur in Bildungslandschaften wissenschaftlich betrachtete. "Offene Jugendarbeit erweitert eine bisher eher schulorientierte Bildungslandschaft. Dem Jugendamt kommt dabei die wichtige Rolle zu, die Bildungslandschaften zu koordinieren und bei der Gestaltung zu unterstützen", erläuterte Deinet in seinem Vortrag. Dabei lobte er, dass die Jugendarbeit im Projekt mit vielen verschiedenen Institutionen kooperiere und sich dabei nicht nur auf Schulen beschränke, sondern viele soziale Räume nutze. "Vieles, was in den letzten drei Jahren begonnen wurde, wird jetzt nicht enden, sondern findet seine Fortsetzung auf unterschiedlichsten Ebenen", versprach Karl-Eitel John, Fachbereichsleiter für Jugend, Familie und Soziales beim Kreis Lippe, in seinem Schlusswort.
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Zeit, sich einzumischen
Modellversuch baut auf Ideen und Verantwortung
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