Augustdorf (rto). "Die Augustdorfer Brigade und damit der Traditionsstandort wird sich weiter tiefgreifend verändern", das sagte Brigadegeneral Kai Roland Rohrschneider auf der Pressekonferenz anlässlich des Augustdorfer Soldatentages. Nach der Auflösung der Panzerbataillone 213 und 214 wird im Sommer die Auflösung des Panzerartilleriebataillons 215 folgen. Die Panzerpionierkompanie 200 und die Aufklärungskompanie 210 folgen zum 31. Dezember des Jahres. Dies bedeutet für den Standort Augustdorf eine Reduzierung des Personalbestandes von jetzt noch circa 4.000 auf dann verbleibenden 2.700 Personen. Durch die Strukturänderung des Heeres wird sich auch die Struktur des Standortes ändern. Die Panzerjäger finden ihren neuen Standort in Schwarzenborn, die aufgelöste Aufklärerkompanie 210 geht im Aufklärungsbataillon 7 auf mit Sitz in Ahlen. Damit gehen auch die bisherigen Einsatzkräfte der Brigade. Was bleibt, sind die so genannten Stabilisierungskräfte. Das sind Einheiten, die im Rahmen der Nato ab dem Jahr 2016 zu Stabilisierungseinsätzen unter anderem in Afghanistan oder zu KFOR- und EUTM-Einsätzen zum Beispiel in Mali, Somalia oder dem Irak gebraucht werden. "Gleichzeit mit dem Abzug der genannten Einheiten wird der Standort Augustdorf das Sanitätsunterstützungszentrum ausgebaut. Es verbleiben der Stab der Panzerbrigade 21 "Lipperland” die Stabsfernmeldekompanie, die Panzergrenadiere 212 und das Panzerbataillon 203 sowie die 3. Kompanie des Versorgungsbataillons. Das Kraftfahrausbildungszentrum, die 5. Kompanie des Feldjägerregimentes 2 und das Bundeswehrdienstleistungszentrum runden die verbleibenden Dienstellen in Augustdorf ab. Insofern wird sich personell einiges ändern, der Standort aber bestehen bleiben", sagt der Brigadegeneral. Die Nachwuchslage und somit die Nachfrage nach dem Beruf Soldat bezeichnet der General für seinen Standort als ausgezeichnet. Die Mehrzahl der Soldaten und Soldatinnen komme aus einem Umkreis von maximal 15 Kilometern. Bei der Verpflichtungsdauer sei ebenfalls ein Trend nach oben zu verzeichnen. Die bisherige Verpflichtungsdauer von durchschnittlich 7,5 Jahren bewege sich kontinuierlich auf durchschnittlich 11 Jahre zu, was dem hohen Aufwand der mittlerweile doch sehr qualifizierten technischen Ausbildung der Soldaten entgegenkomme, sagte der Kommandeur. Kai Roland Rohrschneider, der selbst zweimal im Afghanistan-Einsatz war, ist seit dem 13. März 2014 Chef der Panzerbrigade 21 "Lipperland”.
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Standort im Strukturwandel
Brigadegeneral informiert über Veränderungen in der Kaserne
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