1. Ratschlag sorgt für Infotafel

    Der Erinnerungskultur an jüdische Gemeinde verpflichtet

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    Bad Salzuflen (rto). Passend zum 50. Jahrestag der deutsch-israelischen Freundschaft hat der Bad Salzufler Ratschlag dafür gesorgt, dass am jüdischen Friedhof an der Werler Straße in Bad Salzuflen eine neue Infotafel angebracht wird. Pastor Dieter Lorenz und Pastor Andreas Gronemeier vom Ratschlag sowie Reinhild Dauwe vom Friedhofsamt und Franz Meyer, VHS-Direktor und Leiter Fachbereich Bildung der Stadt, stellten die Tafel jetzt vor. Wie Franz Meyer bei dem Termin sagte, besteht der Friedhof an der Werler Straße bereits seit 1607. Diese und andere historischen Dinge sind jetzt auf der Tafel, die an der Mauer zum Friedhofseingang befestigt wurde, aufgeführt. Der Salzufler Friedhof ist laut Meyer einer der ältesten bekannten jüdischen Friedhöfe in OWL. "Dass er schon so viele Jahrhundert genutzt wurde, zeigt der Erdhügel, auf dem die letzten verbliebenen Grabsteine nach 1945 aufgestellt wurden. Der jüdische Glaube verspricht seinen Gläubigen ein ewiges Liegerecht, deshalb wurden die Grabhügel im Laufe der Jahrhunderte immer höher", sagt der VHS-Direktor. Der Salzufler Ratschlag sieht sich der Erinnerungskultur verpflichtet und hat deshalb nicht nur für die neue Tafel am Friedhof in Salzuflen gesorgt. Auch in Schötmar gibt es bereits eine solche Infotafel, zudem hat der Ratschlag in den Jahren 2010 und 211 überall in der Stadt die Stolpersteine legen lassen, die an das Leben der jüdischen Menschen hier erinnern sollen. Die Tafel an der Werler Straße soll die Passanten informieren. Hier stehen unter anderem auch die Daten der letzten Bestattung, die Zerstörung durch die Nazis, die Neuaufstellung der letzten Grabsteine und die Einweihung des Friedhofs und des Mahnmals im Jahr 1988. Der Friedhof ist ebenso wie der in Schötmar für Besucher dauernd geöffnet.

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