LAUENAU (jl). Die konkrete Nachnutzung in der Marktstraße 1 ist offiziell: Der Flecken stellte die Rintelner Fleischerei Rauch als neuen Mieter des Fachwerkgebäudes vor. Damit ist formal der Startschuss für den Ausbau der Immobilien gefallen. In Kürze soll es losgehen. Bereits seit Herbst 2014 steht die Verwaltung laut Gemeindedirektor Sven Janisch mit dem Geschäftsführer Veit Rauch in Kontakt. Dieser signalisierte Interesse neben seinen Filialen in Rinteln, Rodenberg und Haste ein zusätzliches Geschäft mit einer Speisewirtschaft in Lauenau zu eröffnen. Eine Idee, die die Verwaltung überzeugte. "Nur Bewegung hält den Ortskern vital und wir sehen uns als lebendige Gemeinde", betonte Janisch. Mit Hochdruck habe man mit allen Fachbereichen zusammengearbeitet – insbesondere der Denkmalschutz sei ein wichtiger Aspekt gewesen. Da war es sicherlich von Vorteil, dass Fleischermeister Rauch in dieser Hinsicht nicht gänzlich unerfahren ist, hat er doch beim Abriss und Neubau seiner Filiale in der historischen Altstadt Rintelns wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Dem Flecken sei daran gelegen, das alte Konstrukt weitestgehend zu erhalten und die ortsbildprägende Fassadensituation nicht zu verlieren, erklärte Janisch. Der Zugang soll barrierefrei gestaltet werden. Im Inneren will die Fleischerei das "Althergebrachte mit modernen Komponenten kombinieren". Das Augenmerk liege auf einem Frühstücks- und Mittagstischangebot, wie Rauch bestätigte. Ihm sei es wichtig, der vorhandenen Gastronomie keine Konkurrenz zu machen. In der Zusammenarbeit habe sich die Gemeinde "gut bewegt und das Projekt gut begleitet". Aus deren Sicht schließe die Fleischerei inklusive Mittagstisch eine Lücke. "Wir sehen einen großen Bedarf, da in Lauenau ein Schlachter fehlt", betonte Janisch und verwies auf das mobile Angebot, das es wohl nicht gäbe, wäre die Nachfrage nicht da. Nun muss der Landkreis nur noch den Bauantrag genehmigen. Die Ausschreibungen für die Sanierung des Gebäudes laufen derzeit auf Hochtouren. Mit ersten Bautätigkeiten rechnet Janisch im Juni oder Juli. Während der Flecken alle Arbeiten an Ständerkonstruktion, Fassade und Dach sowie die Grundinstallation übernimmt, investiert Rauch in den Innenausbau. Eine Summe wollte er nicht nennen, nur so viel: Sie entspreche der Größenordnung einer "schönen Eigentumswohnung". Der Mietvertrag sei langfristig ausgelegt. Zum Wintergeschäft plant die Fleischerei Rauch ihren Betrieb aufzunehmen. Foto: jl
