Kreis Lippe/Detmold. Die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) warnt dringend vor der neuen Betrugsmasche einer sogenannten "Mindestlohnzentrale". Diese fordert die Unternehmen zu Zahlungen auf, die angeblich gegen das Mindestlohngesetz verstoßen. Es sei noch nicht bekannt, wer sich hinter dieser Masche verbirgt.
Vor wenigen Tagen wurde der IHK Lippe bekannt, dass eine angeblich in Koblenz ansässige sogenannte "Mindestlohnzentrale" Unternehmen mit dem Hinweis anschreibt, dass Verstöße gegen das Mindestlohngesetz eine Strafanzeige nach sich ziehen können. Gegen fristgerechte Zahlung eines Betrages in Höhe von 550 Euro könne erreicht werden, dass die zuständige Staatsanwaltschaft ein mögliches Ermittlungsverfahren endgültig einstellt. "Die der IHK-Organisation vorliegenden Schreiben erwecken einen offiziellen Eindruck", so Svenja Jochens, Justitiarin der IHK Lippe. Die Anlehnung des Namens an die bekannte und seriöse Minijob-Zentrale, die Adresse, die Kontaktdaten (E-Mail- und Internetadresse), die angegebene Bankverbindung und das Aktenzeichen vermitteln einen offiziellen Eindruck, der zu einer Verunsicherung der Unternehmen führt. Die IHK rät dringend davon ab, auf das vermeintliche Angebot einzugehen und Zahlungen zu leisten. Die vor Ort betroffene IHK Kob lenz habe bei der Staatsanwaltschaft Koblenz Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.