LANDKREIS NIENBURG (jan). Der Landkreis Nienburg hat in enger Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten im Landkreis einen Leitfaden zur Früherkennung von Kindeswohlgefährdung entwickelt. Die Materialsammlung beinhaltet Einschätzungsbögen, Informationen zu Rechtsgrundlagen, Hilfsmittel zur Teamberatung und Elternarbeit sowie einen Meldebogen an den Allgemeinen Sozialen Dienst. Allen Kitas, den Tagespflegepersonen und der stationären und ambulanten Jugendhilfe wird in diesen Wochen der Kinderschutzordner kreisweit zur Verfügung gestellt.
"Unser zentrales Anliegen ist es, mit dem Kinderschutzordner mehr Sicherheit im Umgang mit dem schwierigen Thema der Kindeswohlgefährdung zu vermitteln", sagt Regina Bodenstab, Fachdienstleiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes beim Landkreis Nienburg. Statt einer Komplettlösung von der Stange haben einzelne Netzwerkteams hierfür ein Konzept erarbeitet. Herausgekommen ist eine Materialsammlung, die aus einem Grundmodul und einem zielgruppengerechten Part besteht. Diese erste erhalten jetzt Kitas, Tagespflegepersonen, freie Träger der ambulanten Jugendhilfe sowie die stationären Einrichtungen in der Jugendhilfe. In Vorbereitung ist derzeit, die so genannten Berufsgeheimnisträger, also Ärzte und Beschäftigte in Heilberufen und Vereinen, mit einem für sie konzipierten Exemplar zu versorgen. Im Anschluss daran sollen auch Schulen und das Rechtswesen folgen. Foto: privat
