1. Kampf gegen das Klischee

    Großes Interesse am "Girls und Boys Day"

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    Leopoldshöhe (kd). In diesem Jahr waren die Plätze in der Gemeindeverwaltung für den "Girls und Boys Day" besonders schnell ausgebucht. Neugierig waren die Mädchen auf die eher techniknahen Berufe auf dem Bauhof, in der Tischlerei, im Abwasserwerk, im Bauamt und im IT-Bereich. Jungen hatten die Möglichkeit den Beruf des Erziehers in den gemeindlichen Kindertagesstätten kennenzulernen. Ein Ziel des Boys- und Girls Day ist es, bei der Berufswahl Geschlechterstereotypen aufzubrechen. Geht es um die Berufswahl, entscheiden sich auch Jungen immer noch eher orientiert an traditionellen Vorbildern wie Kfz-Mechatroniker oder Industriemechaniker. Männer arbeiten in technischen Berufen, Frauen im sozialen Bereich. Das ist nicht nur ein Klischee. Trotz aller Diskussionen über Gleichberechtigung unterscheidet sich die Berufswahl von Männern und Frauen immer noch stark. Viele Männer und Frauen arbeiten in einem Beruf, in dem ihr Geschlecht dominiert. Ausnahmen sind selten. Zementierte Rollenbilder sind aber nur ein Teil des Problems. Viele junge Frauen entscheiden sich für eher als "typisch" geltende Berufe werden Grundschullehrerin, Soziologin oder Übersetzerin. Und genau das Gleiche gilt für Männer: Sie sind gerade in Berufen, in denen es um Pflege, Erziehung oder Therapie geht, seltener vertreten. Oft sind es einfach Klischees, die dafür sorgen, dass die eher als "typisch" geltenden Berufsbilder vorgezogen werden. Dabei steckt hinter vielen Berufen etwas ganz anderes, als man vermuten würde: Informatikerinnen und Informatiker arbeiten zwar überwiegend am Computer, sie müssen aber zunehmend auch kommunikationsstark sein, um andere von ihren Ideen zu überzeugen.

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