1. Container doch keine Lösung

    Wegen zu hoher Nachfrage: Wohnmodule sind zu teuer

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    WUNSTORF (tau). Die Verwaltung hat ein Ausschreibungsverfahren zur Beschaffung von Wohnmodulen für die Unterbringung von Flüchtlingen gestoppt. Grund: Das Ergebnis war viermal so hoch wie im Haushaltsansatz vorgesehen, teilt Stadtsprecher Alexander Stockum auf Nachfrage mit. Rund 480.000 Euro hätte die Verwaltung auf den Tisch legen müssen. Zu teuer, sagten die Mitglieder des Verwaltungsausschusses, der am Montag hinter verschlossenen Türen tagte. Das war absehbar: Mit steigender Zahl an Flüchtlingen begannen die Kommunen zu reagieren und sich Unterbringungskonzepte zu überlegen. Vor allem die Nachfrage nach Wohnmodulen schnellte in den letzten Wochen und Monaten in die Höhe. Die Anbieter verlangen folglich höhere Gebühren. Aus Sicht der Wunstorfer Verwaltung wie auch der Politik zwingt die aktuelle Marktlage zu einer Änderung des Konzeptes. Nun sollen es doch feste Gebäude statt Container sein. Das passe auch in die Strategie der Region, die in Kooperation mit der Wohungsbaugesellschaft KSG Mehrfamilienhäuser für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden bauen möchte. Die Regionsversammlung hatte ein entsprechendes Konzept am vergangenen Dienstag gebilligt. So sollen kurzfristig Neubauten geschaffen werden. Die Besonderheit: Diese Wohngebäude sollen nicht auf Dauer als Asylbewerberunterkunft dienen, sondern im Schnitt nach zehn Jahren in reguläre Sozialwohnungen mit entsprechenden Belegrechten umgewandelt werden. "Wir setzen nicht auf Provisorien, sondern auf vernünftige Lösungen, die ins städtebauliche Konzept passen und die Städte und Gemeinden bei ihrer Aufgabe, Asylsuchende unterzubringen, entlasten", betont Regionspräsident Hauke Jagau. In Wunstorf trifft das auf Zustimmung, allerdings dauert die Umsetzung. Gebaut werden könnte auf den öffentlichen Flächen, die bereits für eine Containeraufstellung infrage gekommen waren, sagt die Stadt. Bis dahin müssen aber auch weiterhin kurzfristige Übergangslösungen für den Fall her, dass eine Unterbringung in dezentral angemieteten Wohnungen nicht mehr möglich ist. Im Gespräch ist unter anderem die Herrichtung des Vion-Gebäudes am Luther Weg, aber auch der Ankauf von Eigentumswohnungen. Auf jeden Fall will die Verwaltung eine Unterbringung von Menschen in Turnhallen vermeiden. Foto: tau

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