WUNSTORF (tau). Wie das Bürgerbegehren für den Erhalt des Steinhuder Schulzentrums ausgeht, ist noch offen. Derzeit prüft die Verwaltung die abgegebenen Unterschriftenlisten der Initiative Pro Steinhuder Schulen. Knapp 5900 Unterschriften sind seit dem 3. März zusammengekommen. Listen lagen unter anderem in Arztpraxen und Geschäften aus. Die Initiative war aber auch selbst auf Wochenmärkten und bei Veranstaltungen in den Ortsteilen aktiv und warb bei den Bürgern um Unterstützung. Dafür sagt die Initiative Danke.
Für sie geht es darum, das Gymnasium und die Realschule in Steinhude zu erhalten, um die Schulvielfalt in Wunstorf zu sichern. "Und zwar gegen die schleichend wachsende Dominanz der IGS und auch in ehrlichem, produktiven Wettbewerb zum Hölty und zur Otto-Hahn-Schule, die andernfalls Monopolisten ihres Schulzweiges würden, mit allen Nachteilen, die man davon erwarten darf", sagt Sprecher Stephan Kaufmann. Er kritisiert auch die zunehmende Verlagerung öffentlichen Lebens von Ortsteilen in die Kernstadt. Ein Prozess der auch in anderen Dörfern wahrgenommen und verstanden würde. Nach Auffassung von Kaufmann scheine es eine Absicht zu geben, die Ortsteile auf reine Trabanten- und Schlafstädte zu reduzieren, während das Zentrum fortwährend gestärkt werde. Neben dem Bürgerbegehren gibt es auch eine Klage beim Verwaltungsgericht gegen die Beschlüsse des Rates. "Dies hat vor allem den Zweck, die Verwaltung an einer handstreichartigen Umsetzung der Beschlüsse zu hindern, noch während wir versuchen, diese mittels Bürgerbegehren zu annullieren", sagt Kaufmann. Mit dem Bürgerbegehren will die Initiative den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung deutlich machen, dass sie den Bürgerwillen in der gesamten Stadt falsch eingeschätzt haben. "Wenn sich ein Mandatsträger seinen Wählern und deren Zielen und Wünschen verpflichtet fühlt, sollte diese Erkenntnis zu einem Umdenken führen", hofft Kaufmann. Falls das nicht der Fall sein sollte, läuft es auf einen Bürgerentscheid an der Wahlurne hinaus. Foto: privat
