1. Stadtwerke investieren rund 12 Millionen

    Umspannwerke werden ausgebaut, neuer Trinkwasserbrunnen wird gebohrt

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Detmold (rto). Die Versorgungstechnik und zukünftige Energieformen sind die Bereiche, in die die Detmolder Stadtwerke in diesem Jahr rund 12 Millionen Euro investieren werden. "Nachdem im letzten Jahr rund 11 Millionen Euro in den Ausbau der Fernwärme flossen befindet sich der Energieversorger auf einem guten und gesicherten Weg in die Zukunft", sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Christoph Hüls auf der technischen Pressekonferenz des Unternehmens. Auch das vorläufige Ergebnis für das vergange Geschäftsjahr, das nach Aussagen des Geschäftsführers wieder bei rund 4 Millionen Euro Gewinn liegt, lasse diesen Schluss zu. "Ich denke, dass wir dem Aufsichtrat durchaus empfehlen können, den Gaspreis für unsere Kunden deutlich nach unten zu schrauben", freut sich Christoph Hüls.

    Zusammen mit dem Technischen Leiter Andreas Schilling stellte er die anstehenden kostenintensiven Projekte vor, die, wie Hüls hinzufügte, zur Versorgungssicherheit gehörten aber nach außen nicht unbedingt sichtbar sind. Zur Optimierung der Detmolder Stromversorgung investieren die Stadtwerke im laufenden Jahr rund 5,5 Milionen Euro. Wie Andreas Schlichting dazu erläuterte, werde das Umspannwerk "Pinneichen” technisch komplett ausgetauscht, und am Umspannwerk "West” an der Bielefelder Straße entsteht ein neues kleineres Gebäude mit moderner Technik. Das Umspannwerk "Pinneichen” wird im laufenden Betrieb erneuert. Das Umspannwerk "West” nach dem Neubau und der Fertigstellung der Technik umgeschaltet. Neben diese beiden Großmaßnahmen werden weitere Investitionen im Mittel- und Niederspannungsstromnetz durchgeführt. Zur Sicherung der hervorragenden Wasserqualität investieren die Stadtwerke rund 2,5 Millionen Euro vor allen in zwei Großprojekte. Das eine ist die Tiefbohrung des neuen Versorgungsbrunnens im Heidental und das andere der Neubau des Hochbehälters Meierberg. Rund 350 Meter tief verläuft die Bohrung des neuen Brunnens, der im Herbst an das Versorgungsnetz gehen soll. Die Hochbehälter am Meierberg werden in Form von zwei modernen Edelstahlstanks entstehen. Wie bei den Gaspreisen soll es auch bei den Wasserpreisen nach Auskunft der Verantwortlichen trotz der großen Investitionen keine Erhöhungen geben. Ein weiteres Projekt des Detmolder Energieversorgers ist das so genannte "Detmolder Solar-Dach". Mit diesem Service-Angebot wendet sich das Unternehmen an Besitzer von Ein- oder Mehrfamilienhäusern und bietet die Installation von Photovoltaik-Anlagen zur Produktion eigenen Stroms an. Die Anlagen werden mit einem Pachtvertrag über 20 Jahre angeboten. Der Vertrag beinhaltet Installation, Betrieb und Wartung der Anlage. Die Kunden zahlen ein feste monatliche Rate, produzieren aber ihren eigenen Strom und mindern so ihre Stromkostenrechnung. Der überschüssige Strom wird in das Netz der Stadtwerke eingespeist und nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) vergütet. "Unser Ansatz ist hier, den Detmolder Bürgern zu ermöglichen, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen. Wir setzt auch zukünftig auf Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung.", sagt der Geschäftsführer abschließend.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an