Bad Salzuflen (go). Mit ihrem Antrag, das ehemalige DRK-Heim Sophienhaus als Flüchtlingsunterkunft wieder zu eröffnen, sind die Piraten in der vergangenen Ratssitzung gescheitert. Nur bei den Grünen und Friedrich-Wilhelm Bierman stieß der Antrag auf Zustimmung, die Freien Wähler enthielten sich. Mit der Wiedereröffnung setze die Stadt das Signal, eine Stadt zu sein, die Flüchtlingen die Hand reicht, begründete Matthias Obenhaus von der Piraten-Fraktion in der Ratssitzung den Antrag. Hauptargument gegen die Wiedereröffnung war der aktuell fehlende Bedarf an einer Notunterkunft in Bad Salzuflen, da laut Bezirksregierung Arnsberg keine Engpässe mehr in den zentralen Erstunterkünften in Bielefeld und Dortmund mehr bestünden. Zweites Gegenargument war eine fehlende Eignung als Flüchtlingsheim – 400 Menschen in 100 Zimmern unterzubringen sei wirklich nur der Notsituation geschuldet gewesen. "Wir schulden den Menschen aber eine ordnungsgemäße Unterbringung. Daran macht sich doch erst eine Willkommenskultur deutlich", sagte beispielsweise CDU Fraktionsvorsitzender Volker Heuwinkel. Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf machte deutlich, dass es nicht ausgeschlossen sei, bei einem eventuellen neuen Engpass wieder auf das Sophienheim zurückzukommen. Generell schulde die Stadt aber eher eine "wohnungsmäßige Versorgung" von Flüchtlingen.
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Rat lehnt Piraten-Antrag ab
Keine Reaktivierung der Notunterkunft Sophienhaus
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