1. Kelten, Gallier und ein römischer Fischer

    "Zuschauen und Mitmachen" und freier Eintritt am Internationalen Museumstag

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    Oerlinghausen (kd). Am Himmelfahrtswochenende lohnt sich ein Besuch im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen. Vor allem am Sonntag, 17. Mai 2015, dem Internationalen Museumstag, ist viel los, dann ist der Eintritt sogar frei.

    An allen vier Tage sind Kelten und Darsteller des frühen Mittelalters im Museum. Die Gallier stellen die Kultur aus dem 1. Jahrhundert vor Christi vor. Sie führen Spinnen, Färben, Schmieden, die Herstellung von Kettenhemden und das Mahlen von Getreide mit einer keltischen Mühle vor. Für Kinder können eine Brettchenwebborte selber herzustellen. Am Feuer im sächsischen Hallenhaus kann man in die frühmittelalterliche Vergangenheit eintauchen. Verschiedene Gruppen lassen sich dort gern bei alltäglichen Arbeiten und besonderen handwerklichen Tätigkeiten über die Schulter schauen. Am Sonntag, 17. Mai, dem Internationalen Museumstag, bietet das Freilichtmuseum bei freiem Eintritt ein Sonderprogramm. Unter dem Motto "Zuschauen und Mitmachen" ist es möglich, das Angebot kennenzulernen und einen Eindruck von den geplanten Veranstaltungen zu bekommen. Kinder und Erwachsene können an unterschiedlichen Rundgängen und Aktionen teilnehmen. Sie können an den Stationen anhand von Anschauungsmaterial etwas über die Vergangenheit erfahren sowie an Aktionsplätzen alte Techniken ausprobieren. So kann man unter Begleitung Bogenschießen oder heiße Schokolade gießen und damit mehr über die Bronzezeit lernen. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz – es gibt Kostproben nach Rezepten aus der Steinzeit bis zum Frühen Mittelalter. Als besondere Attraktion wurde Jörg Nadler, ein Fischer aus Schleswig, eingeladen. Er zeigt, wie man in der römischen Kaiserzeit (2. Jahrhundert n. Chr.) gefischt hat. Bei seiner Darstellung zeigt Nadler eine große Auswahl von Repliken römischer Fischereigeräte und keltische Vergleichsstücke. Am Sonntag können Kinder um 11 und um 14 Uhr Felsbilder gestalten. Es werden Tierfiguren und Jagdszenen nach steinzeitlichen Vorbildern, mit Zeichenkohle und Rötelkreide auf Karton, gezeichnet. Eisen war früher sehr wertvoll. Archaötechniker Söhnke Raimann vom Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen zeigt, wie schwierig die hohen Temperaturen zu erzeugen waren.

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