WUNSTORF (tau). Die Sanierung der Asbesthalde in Luthe wird teurer als geplant. Die zuständige Abfall- und Bodenschutzbehörde rechnet inzwischen mit Gesamtkosten in Höhe von 3,668 Millionen Euro, wie der städtische Umweltausschuss aus einem Sachstandsbericht der Region am Donnerstagabend erfuhr. Grund für die steigenden Kosten sind Änderungen am Sanierungsplan, die sich aus der begonnenen Detailplanung zur beschlossenen Oberflächenabdeckung ergeben haben. So müssen beispielsweise die Böschungen am nördlichen Haldenkörper angepasst werden. Die derzeitige Neigung von leicht unter bis deutlich über 45 Grad sei für ein nachhaltig funktionsfähiges Sicherungssystem viel zu steil.
Um eine Standsicherung zu gewährleisten, müsse deshalb mehr Material als ursprünglich geplant bewegt werden. Wie viel, ist noch unklar. Die Sicherung der Halde soll aber in Abschnitten und unter Befeuchtung des Haldenkörpers erfolgen, um gefährliche Faserverwehungen zu vermeiden. Auf das belastete Material kommt eine Folie aus PE-HD Kunststoff, darüber eine Dränagematte, anschließend Unter- und Oberboden plus Bewuchs. Doch bis es soweit ist, dauert es noch mindestens 1,5 Jahre. Nach derzeitigem Planungsstand soll die Sanierung im Oktober 2016 abgeschlossen sein. Unter den gegebenen Umständen bleibt das ein sportlicher Zeitplan, hieß es von den Planern. Mit einem Baubeginn ist frühestens ab dem 1. März 2016 zu rechnen. Dann soll auch ein bei Bohrungen und Messungen festgestellter Ölschaden im Bereich der Halde ebenfalls beseitigt werden.