Kreis Lippe. Saisonal bedingte Einstellungen haben für eine weitere Entlastung am lippischen Arbeitsmarkt gesorgt. Im April hat sich die zahl der Arbeitslosen um 360 Personen verringert. Dies bedeutet eine aktuelle Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent. Da die Stellenmeldungen weiterhin einen positiven Trend signalisieren, hofft Heinz Thiele (Leiter der Detmolder Arbeitsagentur), dass sich die Entwicklung auch in den nächsten Wochen weiter fortsetzen kann. "Den Frühlingsaufschwung möchten wir natürlich für die intensive Vermittlung von Arbeitsstellen nutzen", betont Thiele, der gleichsam Betriebe daran erinnert, auch die Besetzung von Ausbildungsstellen weiterhin im Blick zu haben. "Aus Erfahrung wissen wir ja, dass gerade kleinere und mittelständische Arbeitgeber erst in den Frühlingsmonaten des laufenden Jahres eine endgültige Entscheidung treffen, ob sie im August wieder ausbilden. Freie Lehrstellen nehmen wir jederzeit gerne zur Vermittlung entgegen, denn es warten noch zahlreiche Jugendliche in Lippe auf ihre Chance auf Ausbildung", erklärte der lippische Agenturchef nach Auswertung der jüngsten Statistik.
Im Rechtskreis SGB III (Versicherungsbereich) lag der Bestand an Arbeitslosen im April bei 3.745 Männern und Frauen. Das sind 396 Personen weniger als im Vor-monat und 199 Menschen weniger als im Vorjahr. Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) gab es im März 9.442 Arbeitslose, das ist ein Plus von 36 Frauen und Männern. Die anteilige SGB III-Arbeitslosigkeit lag im April 2015 bei 2,1 Prozent. Die anteilige SGB II-Arbeitslosigkeit liegt unverändert bei 5,3 Prozent.
In den einzelnen Dienststellen des Agenturbezirkes Detmold stellen sich die Arbeitslosenquoten verzeichnet die Geschäftsstelle Lemgo mit 5,7 Prozentdie niedrigste Quot. Es folgen die Geschäftsstellen Blomberg (6,6 Prozent), Bad Salzuflen (7,7 Prozent) und die Hauptagentur Detmold mit 8,3 Prozent.
Im Agenturbezirk Detmold waren im April 1.419 Arbeitsstellen gemeldet, und somit 211 Stellen mehr als im Vorjahresmonat. Arbeitgeber meldeten im April 565 neue Arbeitsstellen, das waren 21 Stellen mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind 2.116 Stellen eingegangen, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Zuwachs von 81 Stellen bzw. vier Prozent entspricht.
Frühlingserwachen auch auf dem Ausbildungsmarkt, denn zu Beginn der heißen Phase der Lehrstellenvermittlung im April 2015 waren noch 1.323 Bewerber unversorgt und 872 Ausbildungsstellen zu besetzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es weniger unversorgte Bewerber (minus 10,1 Prozent) und die Zahl der unbesetzten Lehrstellen war größer (plus 21,4 Prozent).