Detmold. Vor 70 Jahren beendeten die Alliierten mit der Besetzung Deutschlands den Zweiten Weltkrieg und damit auch das NS-Regime. Diese Zäsur wird mit Begriffen wie "Befreiung", "Neuanfang" oder "Stunde Null" betitelt. In Veranstaltungen und einer Ausstellung möchten das Stadtarchiv Detmold und das Landesarchiv NRW die Erfahrungen der Menschen in Lippe anhand von Archivalien und Zeitzeugenberichten auf die Spur kommen.
"Der 8. Mai 1945: Geschichte und Geschichtspolitik" heißt der Vortrag von Prof. Dr. Reinhard Rürup am Donnerstag, 7. Mai, um 19.30 Uhr. Darin widmet sich Rürup dem schwierigen gesellschaftlichen Diskussionsprozess, den 8. Mai 1945 als "Tag der Befreiung" zu bewerten.
Die Ausstellung "Befreiung – Besetzung – Neuanfang. Erfahrungen im Jahr 1945" zeigt vom 7. Mai bis zum 24. Juni Dokumente und Verwaltungsunterlagen, die das Bemühen von alliierter und deutscher Seite, die Situation des Neuanfangs zu bewältigen, dokumentieren. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten besichtigt werden.
Die Stadtführung "Erinnerungen und Spuren des Kriegsendes in Detmold" mit Jochen Schwabedissen und Dr. Bärbel Sunderbrink startet am Sonntag, 10. Mai, um 15 Uhr auf dem Marktplatz (ohne Anmeldung).
Die Fortbildung "Das Ende des Zweiten Weltkrieges in der Region – Die Quellen sprechen lassen" mit Heike Fiedler und Dr. Bärbel Sunderbrink am 19. Mai von 14 bis 16.30 Uhr richtet sich an Lehrer und andere Geschichtsvermittler. Anmeldungen bis zum 12. Mai per E-Mail an "heike.fiedler@lav.nrw.de". Weitere Informationen zu Workshops, Projekten, Führungen sowie Materialien für Kinder und Jugendliche auf "www.lav.nrw.de".