Detmold. Die diesjährigen Europatage vom 7. bis 9. Mai laden wieder dazu ein, sich mit Europa, seiner kulturellen Vielfalt und wichtigen europapolitischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Im Zentrum stehen die aktuellen Themen "Migration und Flüchtlinge" und die Europäische Flüchtlingspolitik.
Die verschiedenen Einflüsse der unterschiedlichen Kulturen zu erleben und zu genießen, dazu bietet auch in diesem Jahr wieder der Europäische Markt die beste Gelegenheit. Von 10 bis 14 Uhr können am Samstag, 9. Mai, kulinarische Köstlichkeiten auf dem Marktplatz gekostet werden. An den Ständen der Partnerstädte und Partnerschaftsvereine, der Auslandskulturgesellschaften und Organisationen informieren diese über ihre Arbeit. In diesem Jahr feiert die Städtepartnerschaft zwischen Zeitz (Sachsen-Anhalt) und Detmold ihr 25-jähriges Jubiläum. Im Rahmen der Europatage wird auch die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Städte gewürdigt. Rund 30 Zeitzer Bürger und Oberbürgermeister Dr. Volkmar Kunze haben ihr Kommen zugesagt. Neben den Zeitzer Gästen werden Delegationen aus Detmolds Partnerstädten Saint-Omer (Frankreich), Hasselt (Belgien) und Oraiokastro (Griechenland) erwartet. Die Europäischen Partner des Kreises Lippe aus Kaunas (Litauen) und dem Kreis Chodzies (Polen) sind ebenfalls mit Delegationen vertreten.
Am Samstagnachmittag geht es um die europäische Flüchtlings- und Migrationspolitik und ihre Auswirkung auf die lokale Integrationssituation in Detmold. "Willkommen in Europa!? – Migration und Flüchtlinge in Europa" lautet die Fragestellung der Veranstaltung von 16 bis 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses. Justus Schönlau (EU-Ausschuss der Regionen) stellt in einem Vortrag die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen der europäischen Flüchtlingspolitik vor. Anschließend sprechen Els Pierson und Lore Morren über die aktuelle Migrations- und Flüchtlingssituation in Hasselt. In einer Podiumsdiskussion stellen sich dann unter anderem ein Vertreter des islamischen Kulturzentrums Detmold, der Flüchtlingsbeauftragte der Lippischen Landeskirche und Bürgermeister Rainer Heller den Fragen zur Einwanderungspolitik in Deutschland und Europa.
Die Auftaktveranstaltung der Europatage findet bereits am Donnerstagabend, 7. Mai, statt. Unter dem Titel "Verona, Oraiokastro und Zeitz – Spurensuche: Süd-Süd-Ost" gehen Interessierte ab 18 Uhr mit der "Detmolder Leselust" auf einen literarischen Streifzug durch die südlichen Partnergemeinden von Detmold. Die Lesung findet im großen Sitzungssaal des Rathauses statt.
Am Abend des 8. Mai beteiligt sich die Johannes-Brahms-Schule (JBS) mit einem Konzert unter der Überschrift "70 Jahre Frieden – Aufbruch nach Europa" an den Europatagen.
Ab 20 Uhr werden in der Aula der Musikschule Werke aus verschiedenen europäischen Ländern aufgeführt. Restkarten gibt es unter der Rufnummer (05231) 926900.
Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenfrei. Weitere Infos unter "www.detmold.de".