Lemgo (nr). "Noch ‘n Tucken mehr" gibt es für alle Lemgoer zum Jubiläumsjahr. Da kann das Geld getrost zu Hause bleiben, denn als neues "Sahnebonbon" können noch bis einschließlich 31. Oktober alle Lemgoer die beiden städtischen Museen Hexenbürgermeisterhaus und Junkerhaus kostenlos besuchen.
Kostenloses hat eine besondere Anziehungskraft. Das gilt für die meisten Menschen auf der Welt – auch für die Lipper und somit auch für die Lemgoer. Und da die kostenlosen Sonderführungen und die Veranstaltungen zu Lemgos 825 Jahre alter Stadtgeschichte ein großer Erfolg waren, freut sich Bürgermeister Dr. Reiner Austermann über das Geschenk der Stadt an ihre Bürger: Alle Lemgoer haben ab sofort freien Eintritt in die beiden städtischen Museen. "Ich bin sicher, dass wir eine breite Resonanz erhalten", ist Austermann überzeugt. "Dieses Geschenk an die Lemgoer Bürger ist eine schöne Möglichkeit den Bürgern eine noch größere Identifikation mit ihrer Stadt zu vermitteln." Ideengeber dieses neuen "Geschenks" ist Jürgen Scheffler, Leiter der städtischen Museen. Weiß er doch, wie stark die Besucherzahlen ansteigen, wenn zum "Tag des offenen Denkmals" die Kassen geschlossen bleiben. "Auf dem Hintergrund des Jubiläumsjahres bilden die vielen Angebote einen schönen Rahmen, um das Interesse für die Stadtgeschichte zu wecken und das Wissen darüber zu verbreiten", sagt er. "Im überregionalen Vergleich sind die Eintrittspreise für unsere Museen niedrig; 3 Euro pro Erwachsenem und 2 Euro für Kinder. Dennoch gibt es immer wieder kleinere Diskussionen mit Besuchern darüber."
Für die Alte Hansestadt Lemgo als Trägerin der Museen bedeute das "Geschenk" zwar einige tausend Euro Einnahmeausfälle, erklärt Annette Paschke-Lehmann, Geschäftsbereichsleiterin für Kultur, dafür würden die Lemgoer Einwohner von den Aktionen profitieren. So weiß Kulturausschussvorsitzende Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn, dass seit Jahresanfang mehr Besucher in die Museen strömten, als bisher. Und auch größere Gruppen würden vermehrt die Kulturangebote der Alten Hansestadt nutzen.
"Rund 1.000 bis 1.500 Besucher waren es in den Vorjahren von Mai bis September, die wir im Hexenbürgermeisterhaus und im Junkerhaus begrüßen durften. Seit Jahresbeginn steigen die Besucherzahlen", bestätigt auch Jürgen Scheffler. Lippisch unkompliziert wird die Sache angegangen. Da reicht die Vorlage eines Ausweises, der den Status "Einwohner Lemgos" bestätigt. Dies gelte auch und ganz besonders für Studierende, die ihren Zweitwohnsitz in Lemgo haben, betont der Bürgermeister. Für alle anderen Kultur- und Geschichtsinteressierten aus anderen Städten und Gemeinden gelten weiterhin die normalen Eintrittspreise, allerdings sind sich die Initiatoren der Aktion einig, dass dies den steigenden Besucherzahlen keinen Abbruch tun wird.
Das Museum Hexenbürgermeisterhaus, Breite Straße 17 bis 19, und das Museum Junkerhaus, Hamelner Straße 36, sind jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
