1. "Politikerin zu sein macht total Spaß!"

    Wieder "GirlsDay" bei den Grünen im Landtag / Frauen sind in den Parlamenten nicht repräsentativ vertreten

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    Im Planspiel "Mini Plenum" bildeten sich ganz wie im richtigen Parlamentsleben vier Fraktionen mit Regierungs- und Oppositions-Politikerinnen, die an dem Tag eine ausschließlich weibliche Landesregierung stellten. Insbesondere bei der Frage, wie die Müllvermeidung gelingen könne, lieferten sich die Nachwuchspolitikerinnen einen lebhaften Schlagabtausch. Dana aus Hemslingen im Landkreis Rotenburg/Wümme etwa kommentierte ihren Besuch bei der grünen Fraktion: "Ich wollte einfach mal ausprobieren, wie es ist, Politikerin zu sein. Und es macht total Spaß!". Am Ende des Tages waren sich alle einig: Einmischen lohnt sich. Kyra aus Dollbergen in der Region Hannover befand: "Es ist total cool, dass wir heute richtig mitreden. Wir Mädchen könnten mindestens genauso gut Politik machen wie die Jungs."

    "Wenn es um gleichberechtigte Mitsprache-Möglichkeiten geht, sind diese jungen Frauen bei uns Grünen genau richtig - unsere Quote wirkt," fasste die heimische Abgeordnete Anja Piel, Chefin der Grünen Landtagsfraktion, zusammen - und wies besonders darauf hin: "In allen Ländern mit Grüner Regierungsbeteiligung haben wir den Frauenanteil erhöht. Unser Ziel bleibt die paritätische Aufteilung von Führungs- und Entscheidungspositionen auf allen politischen Ebenen von der Kommunalpolitik bis in den Bundestag hinein." Eine richtungsweisende Aufgabe - denn die Quote sei international auf dem Vormarsch. Eine zukunftsfähige Demokratie zeichne sich dadurch aus, dass die Parlamente zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzt seien.

    Aktuell seien Frauen in den Parlamenten nicht entsprechend ihres Anteils an der Bevölkerung (51 Prozent) vertreten: In den Landtagen, so auch in Niedersachsen und in Deutschland insgesamt, stellten Frauen gerade einmal 30 Prozent der Abgeordneten. In den kommunalen Vertretungen seien es insbesondere auf dem Land noch weniger.

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