Der Vorsitzende der "Lauenauer Runde", Klaus Kühl, versprach sogar ein "Info-Mobil". Das könnte Getränke, Gegrilltes und geeignete Werbeunterlagen in örtliche Neubauviertel bringen. Selbst Bürgermeister Wilfried Mundt musste sein Unwissen über die Vorteile einer Mitgliedschaft einräumen. Diese hatte Vorsitzender Dieter Nuß aufgezählt. Neben Rechts- und Gartenberatung sowie Versicherungsschutz seien besonders die Rabatte in hiesigen Baumärkten und anderen Geschäften interessant, die bei Vorlage der Mitgliedskarte gewährt würden: "Da haben Heimwerker den Jahresbeitrag schnell wieder raus." Auf die Anfänge der heute weit über 200 Mitglieder zählenden Siedler blickte Uwe Heilmann zurück. Der ehemalige Samtgemeindebürgermeister war selbst eine Weile Vorsitzender gewesen. Schon damals zollte er den 14 Gründern Hochachtung: "Ich hätte wohl kein Haus mitten im Krieg gebaut." Die Anwohner von Siedler-, Garben- und Blumenhäger Straße, die sich gegenseitig halfen, schlossen sich im Januar 1940 zusammen. Heute gilt die hiesige Organisation als eine der landesweit ältesten. Heilmann erwähnte auch Sammelaktionen für den Kauf einer großen Fahne sowie den von den Siedlern initiierten Förderverein, der 1978 eine "wettkampfgerechte Turnhalle" anstelle des von der Samtgemeinde Rodenberg eigentlich geplanten kleineren neuen Gebäudes im "Hausweidenfeld" verlangte. Eine Änderung habe aus seiner Sicht die Grundstücksbewirtschaftung erfahren. Während früher das Areal mindestens 1000 Quadratmeter für Gemüse- und Tierhaltung groß sein musste, beschränke sich heute der gärtnerische Eifer auf Blumen und Zierrasen. Nicht einmal mehr der winterliche Obstbaumschnitt sei gefragt, der früher regelmäßig in Kursen geschult worden sei. Gegen die Kälte habe viel Schnaps geholfen, der offenbar jedoch auch zu mutigerem Umgang mit der Schere führte: "Da musste ein Gartenbesitzer schon seine Bäume schützen."
Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Helga Möbius, Erwin Fischer, Heinrich und Marlies Beckedorf, Günter und Erna Wehrhahn, für 40 Jahre Heinz und Gisela Ebers, Bärbel Fatzler, Heinrich und Brigitte Hölscher, Ernst und Monika Irion, für 30 Jahre Jürgen und Hannelore Kesterke, Bernhard und Brigitte Gieseker sowie für 25 Jahre Margot Jestel geehrt.
Eine ganz ungewöhnliche Urkunde erhielt Siegfried Bösel: Diese dokumentiert eine jetzt "37,5-jährige Tätigkeit" als Schriftführer. Foto: al