1. Bald weniger Salz in der Weser

    Umweltminister erzielen Einigkeit

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    RINTELN (km). Die Umweltminister der Weser-Anrainerländer haben in dieser Woche eine Einigung über die Reduzierung der Salzeinleitung in die Weser erzielt, wie die heimische Grünen-Landtagsabgeordnete Anja Piel mitteilt. Seit vielen Jahren belasten salzhaltige Abwässer des Düngemittelherstellers K+S aus der hessisch-thüringischen Kaliproduktion den Fluss.

    "Nach dem jahrelangen Stillstand bei dieser Frage ist nun der Knoten offensichtlich gelöst," so Anja Piel: "Zur salzfreien Weser mag es noch ein langer Weg sein - die Einigung auf gemeinsame Zielwerte ist jedoch ein gutes Signal für die Wasserqualität und ein wichtiger Schritt in Richtung eines naturnahen Flusses."

    Die Kaliabwässer von K+S in Werra und Weser belasteten die Wasserqualität der Flusssysteme und schädigten die Ökologie der Gewässer nachhaltig. Als Unterlieger dränge Niedersachsen daher seit vielen Jahren darauf, dass die Einleitungen reduziert würden. Piel: "Die heutige Einigung liegt ganz auf der Linie des niedersächsischen Landtages, der zuletzt Hessen aufgefordert hatte, Maßnahmen zu ergreifen, damit K+S die Qualitätsziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie bis spätestens 2027 erreicht. Genau das wurde nun mit der Vereinbarung erzielt."

    Gleichzeitig räumte die Abgeordnete ein: "Natürlich würden wir uns wünschen, dass die Reduktion der Salzeinleitung schneller und umfangreicher geschieht." Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen der beteiligten Bundesländer liege jetzt allerdings erstmals ein belastbarer Kompromiss vor - dem aber auch entsprechende Taten folgen müssten.

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