Detmold-Hiddesen (ck). Das schlechte Wetter der vergangenen Wochen hat es den Osterfeuern in Detmold schwer gemacht. Auch in Hiddesen waren Osterwiese und der gesammelte Grünschnitt komplett durchnässt. Trotz der vielen brennenden Fackeln, die die Kinder eifrig auf den Grünschnittberg schmissen, wollte das Feuer nicht so richtig brennen. Die Feuerwehr musste mit Bunsenbrennern nachhelfen.
Diese widrigen Umstände hielten keinen Hiddeser vom Besuch des Osterfeuers ab: Mit Gummistiefeln und warmen Jacken gewappnet, liefen sie an der Hindenburgstraße auf, um gemeinsam mit Familie und Freunden zu essen und schöne Stunden zu verbringen. Kinder und Eltern machten sich gegen 19 Uhr zunächst auf den Weg zum Haus des Gastes, um eine kostenlose Fackel aus den Händen von Achim Voigt entgegenzunehmen. Von dort aus setzte sich ein langer Zug zur Osterwiese in Bewegung, wo der Holzstoß entzündet werden sollte. "Das ist ja völlig durchnässt und qualmt nur noch", waren erste Stimmen zu hören, nachdem das Feuer nicht so recht in Gang kam. Die Blauröcke gaben aber nicht auf: Sie verteilten sich rund um den Grünschnittberg und gaben ihr Bestes, bis das Feuer nach etlichen Stunden brannte.
Die Stimmung unter den hunderten Besucher blieb trotzdem positiv. "Das ist mal ganz anders. Es hat ganz schön lange gedauert, bis das Feuer richtig brannte. Das Wetter war natürlich auch eine einzige Katastrophe, trotzdem ist es toll hier. Wir treffen mit alten Freunden und lassen uns auf Ostern einstimmen. Toll auch, dass es am Samstagabend stattfindet, da die Ostertage mit Familientreffen ausgebucht sind", erzählte Vanessa Gruben, die jedes Jahr mit ihrer Familie in die alte Heimat reist, um hier Ostern zu feiern.
Die beiden Grillbuden waren von Anfang an dicht umringt von hungrigen Besuchern und auch der Glühweinstand der Feuerwehr kam bedingt durch die Temperaturen gut an. Die zwischenzeitlich langen Warteschlangen an Grill- und Getränkebuden nahmen die Gäste gelassen hin. Viele junge Familien hatten sich schon früher auf der Festwiese eingefunden, um in Ruhe Würstchen und Pommes zu genießen. "Das machen wir immer, weil es später hier so voll wird, das ist nichts für die Kinder. Deshalb essen wir früher und gehen dann ans Feuer", erklärte Mama Maren.
Die Organisatoren, der VfL Hiddesen, die Werbegemeinschaft und die Freiwillige Feuerwehr, sorgten auch diesmal wieder dafür, dass alles ruhig und gut organisiert ablief.
