SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Die Diskussion über das "Wann?" in Bezug auf ein neues Feuerwehrgerätehaus in Pohle bestimmte die jüngste Sitzung des Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde Rodenberg.
Für gewisse Irritation sorgte im Fachausschuss eine Wortmeldung des Vorsitzenden Wolfgang Kölling (SPD), der trotz der Beschlusslage ein Abwarten empfahl. Und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein externer Fachmann den lange in Aussicht stehenden Feuerwehr-Bedarfsplan vorgelegt hat. Die Debatte endete mit der Empfehlung, für den Neubau 145 000 Euro in Haushalt 2015 einzustellen.
Damit scheint zumindest im Moment folgende Sachlage aktuell zu sein: Noch in diesem Jahr können die Arbeiten für einen Neubau in Pohle beginnen.
Am 8. Mai 2013 hatte der Samtgemeindeausschuss grundsätzlich grünes Licht für das Projekt gegeben.
Mit Spannung verfolgten viele Feuerwehrkameraden aus Pohle die Wortbeiträge der Ausschussmitglieder und des Vorsitzenden, der sich wie oben bereits erwähnt, ein endgültiges Ja zum Bau lieber von dem Ergebnis des Bedarfsplanes abhängig machen wollte.
Gemeindebrandmeister Jürgen Wilkening ging noch einmal auf die bereits erfolgten Eigenleistungen im Feuerwehrgerätehaus Pohle ein. Die Kameradinnen und Kameraden der Wehr dort hätten bereits umfangreiche Eigenleistungen erbracht.
Außerdem käme der Wehr gerade in Hinblick auf die Anforderungen durch das neue Edeka-Zentrallager eine besondere Bedeutung zu.
Jetzt sei es an der Zeit, die Zusagen für den Bau einer weiteren Halle, in der auch ein Lager mit Werkstatt eingerichtet werden soll, einzuhalten. "Wir sind auf dem guten Weg, das Vorhaben umzusetzen", gab sich Wilkening optimistisch.
Auch Karsten Domeyer (Grüne) möchte, dass das Projekt ohne weitere größere Zeitverzögerung angegangen wird. Wilhelm Hartmann (SPD) sprach sich wie sein Parteigenosse Kölling aber dafür aus, doch die Bedarfsanalyse abzuwarten.
Ralf Sassmann (WGR) untermauerte seine Forderung nach dem Einhalten des Versprechens an die Feuerwehr Pohle mit der Überzeugung, dass auch ein Experte nur zu dem Ergebnis kommen könne, dass in Pohle dringend eine neue Unterkunft gebaut werden müsse.
Udo Meyer (CDU) erinnerte an das Ziel, bei der Aufstellung des Etatplans ohne Netto-Neuverschuldung auskommen zu wollen, sieht aber die Politik in der Pflicht, zu ihrem Wort zu stehen.