Kreis Lippe. Acht Schüler sind jetztzu den besten Nachwuchsrhetorikern Ostwestfalen-Lippes gekürt worden. Sie haben den sechsten Regionalwettbewerb von "Jugend debattiert" bei der Bezirksregierung Detmold für sich entschieden. Die Bestplatzierten der ersten beiden Ränge kommen aus verschiedenen Teilen Ostwestfalen-Lippes: aus Bielefeld sowie den Kreisen Gütersloh, Lippe, Paderborn und Minden-Lübbecke. Beim Regionalentscheid waren 32 Schulen beteiligt, darunter 22 Gymnasien. Am stärksten vertreten waren die Stadt Bielefeld und der Kreis Herford mit je acht Schulen, gefolgt von den Kreisen Lippe (vier Schulen) und Gütersloh (vier Schulen). Die Einrichtungen schickten 92 Teilnehmer ins Rennen, 52 Jungen und 40 Mädchen. Erfolgreichste lippische Teilnehmer waren Roman List (Marianne Weber-Gymnasium Lemgo) und Magdalena Bätge (Grabbe-Gymnasium Detmold).
Die Schüler traten in zwei Altersklassen gegeneinander an. Sie absolvierten Hin- und Rückrunden, bis schließlich je vier Teilnehmer ihrer Altersklasse in den Finaldebatten standen – aufgeteilt nach den beiden Wettbewerbsregionalverbünden Detmold I und Detmold II. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten sicherten sich die Teilnahme am Landesentscheid am 20. März in Oberhausen. Zuvor erhalten sie darüber hinaus ein dreitägiges, professionelles Rhetorik-Training. Die Teilnehmer diskutierten teils weitreichende Fragen: Soll ein Umweltpfand für Mobiltelefone eingeführt werden? Oder: Sollen in Deutschland Gigaliner für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen werden? Auch ganz aktuelle Entwicklungen fanden Beachtung: Sollen von unserer Stadt oder Gemeinde mehr Flüchtlinge aufgenommen werden? Oder: Soll bundesweit eine allgemeine Impfpflicht gegen Masern eingeführt werden? Bewertet wurde die Redekunst von 92 erfahrenen Juroren: die meisten von ihnen Lehrer. Aber auch ehemalige Teilnehmer von Schul- oder Regionalwettbewerben vergaben Punkte. Jeweils drei Juroren begleiteten eine Debatte. Sie urteilten über Überzeugungskraft, Sachkenntnis, Ausdruck und Gesprächsfähigkeit. Wichtig war zudem, was auch den Profis Probleme macht: das Einhalten der Redezeit.
