BOKELOH (gi). Mit einem Modelleisenbahner hatte Werksleiter Burkhard Schulze vom Kaliwerk Sigmundshall schon seit längerer Zeit eine Wette laufen. Schulze war skeptisch, dass die hoch gelobte Garteneisenbahntechnik auch unter Tage bei hohen Temperaturen ihren Dienst noch tut. Und Schulze verlor die Wette. Am 20. Januar war es soweit. In die große Schaufel eines Laders, der in einer Tiefe von 1382 Meter stand, wurde ein Kreis im Durchmesser von 1,30 Meter aufgebaut. Die Temperatur lag bei 46,2 Grad Celsius. Abwechselnd wurden zwei Diesellokomotiven mit zwei und drei Waggons auf die Schienen gesetzt. Und es funktionierte. Das Material eines Modelleisenbahnherstellers aus Sonneberg in Thüringen zeigte lediglich Salzspuren. "Es hat sich gezeigt, auch Miniaturtechnik bewährt sich unter Tage", musste Schulze zugeben. Das Kaliwerk hat mit Gartenbahnern aus dem Dorf und aus Wunstorf schon immer ein besonderes Verhältnis gehabt. So wurden vor einigen Jahren mehrere offene vierachsige Waggons (im Original fahren die Dienstag und Donnerstag nach Lülsdorf im Rheinland) mit dem Logo des Unternehmens und echter Kalisalzbeladung "in Dienst" gestellt. Und im letzten Jahr, bei allerdings schlechten Wetterbedingungen, beim Tag der offenen Tür des Werkes auf der Halde, fuhr ein langer Gartenbahnzug zur Freude der zahlreichen Besucher. Foto: gi
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Gartenbahnlok besteht Härtetest
Mit Kaliwaggons in 1382 Meter Tiefe unterwegs / Miniaturtechnik bewährt sich
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