1. Lob und Ovationen für Detlef von der Heide

    Katrin Buhr ist neue Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins

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    Elbrinxen (afk). Sein Einsatz für die Dorfgemeinschaft im Allgemeinen und für "seinen" Heimat- und Verkehrsverein im Besonderen ist vorbildlich. Er hat wie nur wenige das Ehrenamt gelebt und mit seiner Begeisterung andere mitgerissen. "Wir sind Dorf und machen etwas dafür" – dieser Ausspruch ist legendär. Detlef von der Heide hat nach elf Jahren Vorsitz und mindestens ebenso vielen Jahren Vorstandsarbeit in anderen Funktionen des Heimat- und Verkehrsvereines die Vorstandsbank verlassen. Als Mitbegründer der Dorfbühne, beim Bau der Marktscheune und bei der Neugestaltung des Martini-Marktes war er dabei, setzte gemeinsam mit anderen hier Maßstäbe für die Zukunft. Sein Stellvertreter OIiver Jürgens fand in der Laudatio einen für ihn passenden Satz: "Du sprichst die Sprache der Bewohner, hast uns immer wieder motivieren können, bei der Umsetzung der zahlreichen Vorhaben mitzumachen."

    Aus beruflichen Gründen gab Detlef von der Heide jetzt den Staffelstab weiter an Katrin Buhr. Ovationen für einen "Vereinsmacher". Sie trete in große Fußstapfen, doch gemeinsam mit dem eingespielten Team wolle sie die neuen Herausforderungen bestehen, so Katrin Buhr.

    Und neue Aufgaben gibt es immer wieder: Die Marktscheune braucht dringend eine neue Technik für ihre diversen Auftritte. OIiver Jürgens ging ins Detail und bezifferte die Summe der Investition auf rund 20.000 Euro. "Wir werden das gemeinsam anpacken, so wie wir es immer getan haben", zeigten sich die neue Vorsitzende und ihr Vorgänger optimistisch, auch diese Herausforderung zu bestehen.

    Eine besondere Aufgabe hatte sich der Verein im abgelaufenen Jahr 2014 gegeben: der Bau und die Inbetriebnahme des Mühlrades. Es war ein Großereignis, als der Koloss mit einem Schwertransport seinen endgültigen Standort im Mühlenweg erreicht hatte und dann millimetergenau eingepasst wurde. Die feierliche Einweihung wurde allen Anwesenden noch einmal mit einer Filmeinspielung vor Augen geführt. Vorausgegangen waren viele Einsatzstunden der Helfer am eigentlichen Rad, aber auch an der gesamten Anlage. Und ein finanzieller Kraftakt war die Investition allemal, denn immerhin 14.000 Euro hatte es den HVV gekostet, aber es sei eine gute Investition in die Zukunft gewesen, so von der Heide.

    Neue Wanderwege im Bereich des "Mörth" sorgen im Rahmen des Projektes "NaturZeitReise" auch für eine Anbindung der Elbrinxer. Mit einer Sternwanderung hatten sich zahlreiche Vereine auf dem Berg getroffen. Eine Wiederholung werde zumindest von den Elbrinxern zeitnah angestrebt. Und damit auch die ältere Bevölkerung den herrlichen Blick von dort droben auf ihren Heimatort genießen kann, soll zumindest für diese Altersgruppe eine motorisierte Anfahrt möglich sein.

    Der Bau der Marktscheune wird von vielen als Glücksgriff eingestuft, das kulturelle Angebot ist lebendig und bunt. Von den Auftritten der Dorfbühne bis hin zu kommerziellen Künstlern reicht das Programmangebot. Das Ensemble der heimischen Dorfbühne reicht dabei von ihren stets ausverkauften Auftritten als Laienspielgruppe bis hin zu Mitwirkungen bei den Lipper-Tagen und dem Fürstentreff in Bad Pyrmont. Organisator Oliver Jürgens bereits schon jetzt wieder mit bekannten Künstlern in Kontakt, damit die Kulturscheune auch weiterhin ihren besonderen Status behalten kann. Und natürlich gibt es auch weiterhin den Martini-Markt, der sich über die Jahre zu einem besonderen Zuschauermagnet entwickelt hat und in diesem Jahr zum 88. Mal seine Pforten öffnen wird. Bereits jetzt befindet sich das Team um Doris Falke in den Vorbereitungen, denn es gilt rund 65 Stände zu präsentieren. Manfred Lenger ist für die Unterhaltung der über 80 Wegeschilder, 56 Hinweistafeln des Vogellehrpfades und weitere Hinweisschilder in der Gemarkung Ansprechpartner.

    Und noch eine Fleißarbeit gilt es richtig einzuordnen: Martina Gökemeier hat den Bau der Marktscheune seinerzeit mitentscheidend begleitet. Jetzt übergab sie dem Verein zahlreiche Alben, die den Baufortschritt chronologisch und in viel Bildmaterial festgehalten hat. "Da steckt noch einmal viel Arbeit drin", zeigte sich Manfred Buhr, damaliger Vorsitzender und Motor der Baumaßnahme von diesem Geschenk begeistert.

    Zuletzt hatte der Verein am Silvestertag beim "Dinner for one" diese Gemeinschaftsaufgabe zu bestehen. Zum elften Mal hatte sich der Vorhang in zwei Vorstellungen geöffnet. Die 340 Eintrittskarten waren in nur wenigen Minuten verkauft. Der Erlös fließt wie die anderen Einsätze immer wieder zurück in das Dorf, zum Erhalt der Dorfgemeinschaft. Den 90. Geburtstag wird es auch künftig geben. Auch wenn Detlef von der Heide seinen Chefsessel geräumt hat, dem Verein bleibt er als Helfer und Berater erhalten – und auch als Butler James stolpert er weiterhin am letzten Tag über das Tigerfell.

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