1. Wieder Märchenzeit in der Abtei

    Alfred Schröcker findet in polnischen Werken verblüffende Aktualität / Lesung am 1. Februar

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    WUNSTORF (tau). Alfred Schröcker liest am Sonntag, dem 1. Februar, um 17 Uhr in der Abtei polnische Märchen. Musikalisch begleitet wird er wieder von Dieter Neuhäuser.

    Bauernschläue – ein altes Wort für die Pfiffigkeit und Gewitztheit der Bauern, besonders der Kleinbauern. Schlau mussten die kleinen Leute oft genug sein, um sich gegen die Regierenden und gegen die Reichen zu behaupten. Die am Ende stets heitere Schlauheit der polnischen Bauerntradition schlägt sich in vielen Märchen nieder.

    Was macht zum Beispiel ein Bauer bei Regenwetter, wenn er kaum arbeiten kann? Ein geschickter Bauer verdient dabei eine Menge, als er gar einen Kaufmann über den Tisch zieht. In einem anderen Fall: ein gutes Pferd und eine Schindmähre, womit kann man mehr verdienen?

    Einem armen Bauern fällt auch dazu eine interessante Lösung ein. Dass ein richtiger Faulpelz niemals auf die Beine kommt, möchte man vermuten. Aber dieser Bauernsohn im Märchen hat Köpfchen, da bleibt selbst ein Schlossherr nicht verschont. Und wenn ein Bauer von Gutsbesitzern und Adeligen betrogen und beraubt wird, bleibt immer noch der König zur Rettung; aber den muss man erst einmal überzeugen.

    Dass ein Bauer nicht rechnen kann, ist wohl bis heute ein Märchen, aber keineswegs Tatsache, wie das polnische Märchen vom schlauen Bauern beweist.

    Diese und weitere polnische Märchen aus der Welt der kleinen und großen Leute haben heute eine verblüffende Aktualität, wenn man beispielsweise statt Graf nur mal JobCenter einsetzen würde.

    Der Eintritt zur Lesung ist wie immer frei. Foto: tau

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