1. Vorbildliches Engagement gewürdigt

    Otto-Hahn-Schule wird mit Sonderpreis für Zivilcourage ausgezeichnet

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    WUNSTORF/HANNOVER (tau). Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat am Montag in Hannover fünf Schulen mit dem Niedersächsischen Schülerfriedenspreis 2014 und dem Sonderpreis für Zivilcourage ausgezeichnet. Letzterer ist mit 600 Euro dotiert und geht an die Otto-Hahn-Schule aus Wunstorf.

    Die Haupt- und Realschule konnte die Jury gleich zweimal überzeugen: Mit dem Projekt "Arbeit für den Frieden" und dem Schulmusical "Romeo und Julia". "Arbeit für den Frieden" existiert seit zehn Jahren an der Schule und ist fester Bestandteil des Schulprofils. Das Projekt führt Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 regelmäßig zu einem Soldatenfriedhof in der Emilia Romagna.

    Beim Schulmusical "Romeo und Julia" wird Shakespeares Klassiker in die Moderne versetzt. Ein türkisches Mädchen und ein deutscher Junge lieben sich, dies wird jedoch von den Familien hintertrieben – bis zum Freitod des Jungen aus Kummer über seine angeblich verstorbene Geliebte.

    Im Rahmen einer Feierstunde im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung erhielten die diesjährigen Siegerschulen Urkunden, Sach- und Geldpreise. Die Schulen haben sich auf ganz unterschiedliche Weise sehr ernsthaft und kreativ mit den Themen Frieden und Völkerverständigung beschäftigt. "Die ausgezeichneten Projekte machen deutlich, wie die Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt oder das Erleben interkultureller Freundschaft im Schulalltag mit Leben gefüllt werden kann. Vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereignisse freue ich mich, dass unsere Schulen auch auf diese Weise deutliche Zeichen für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben setzen", so Kultusministerin Frauke Heiligenstadt.

    Der Schülerfriedenspreis wird jährlich als Anerkennung für hervorragende Initiativen und über die Schule hinaus wirkende Projekte an Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte des Landes Niedersachsen sowie gegebenenfalls deren Partnerschulen vergeben. Ausgezeichnet werden Leistungen, die der Förderung des interkulturellen Zusammenlebens, der Verbesserung der Völkerverständigung, der Vorbeugung gegen Gewalt und/oder dem Abbau von Vorurteilen dienen. Foto: tau/archiv

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