SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Die Parteienlandschaft in der Samtgemeinde und in der Stadt Rodenberg verliert im kommenden Jahr eine Facette: Die Aktiven Demokraten lösen sich auf. Seit Juni 2009 gibt es diese Partei, die von den Ratsherren Sebastian Klein, Volker Dahle und Matthias Schellhaus ins Leben gerufen wurde. Einer der Hauptgründe für diesen Schritt sei die schwindende Bereitschaft von Bürgern, sich in die Kommunalpolitik einbringen zu wollen, steht in einer Pressemitteilung zu lesen. "Bürgerinteresse war nur anlassbezogen vorhanden", ergänzt Dahle weiter.
Auf der "Haben-Seite" ihrer Bilanz verzeichnen die Aktiven Demokraten ihren Anteil "am notwendigen Generationswechsel im Bürgermeisteramt der Stadt Rodenberg", der Anfang 2012 realisiert worden sei. Ohne sie hätte es diesen Wechsel nicht gegeben, konstatieren sie selbstbewusst. Auch der Wahlerfolg des parteilosen Samtgemeindebürgermeisters sei mit ihrem Einsatz zuzuschreiben. Sie hätten maßgeblich den Ausbau Allee/Tor beeinflusst und Verkehrssicherheitsmaßnahmen vor der Grundschule und an der Kreuzung Allee/Tor seien auf ihre Initiative hin durchgeführt worden. Schon vor Jahren hätten sie einen Seniorentreffpunkt an der Allee 2 vorgeschlagen. "Nun, nach Jahren der Verhinderungstaktik, ist dort wieder Bewegung", schreibt Dahle. Auf die Frage, wie es denn nun weitergehe mit ihnen, hat Sprecher Dahle die Antwort schnell parat. Die Mehrheitsverhältnisse im Rat der Stadt Rodenberg und im Samtgemeinderat würden sich nicht ändern. Sebastian Klein und Marlies Berndt-Büschen von der FDP werden im Stadtrat weiter als eigenständige Gruppe zusammenarbeiten.
Auf Samtgemeindeebene wird Matthias Schellhaus, derzeit als Aktiver Demokrat in einer Gruppe mit den Grünen, diesen im Januar beitreten. Der Vorsitzende Dahle und Mitglied Erhard Gleis werden ebenfalls den Grünen beitreten. "Damit entwickeln sich die Grünen zu einer schlagkräftigen Gruppe aus Rodenbergern und Lauenauern", stellt Dahle abschließend fest.