OHNDORF (em). Seit Jahren sammeln die Seniorinnen im Dorf für den gemeinnützigen Verein "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge", während in den Nachbardörfer sich schon seit mehreren Jahren keiner mehr dafür bereit erklärt. Da die zuständigen Seniorinnen mittlerweile in einem Alter sind, in dem es ihnen körperlich nur noch schwer möglich ist eine solche Sammlung durchzuführen, wurde erfolglos nach Ersatz gesucht.
"Als wir von der Dorfjugend Ohndorf davon erfahren haben, war uns klar, dass wir uns hierfür einsetzen müssen", teilt die Dorfjugend in einer Pressemitteilung mit. "Nach einer kurzen Recherche über die Tätigkeiten, die entgegen dem allgemeinen Verständnisses auch Jugendarbeit umfasst, haben wir uns entschieden die Sammlung durchzuführen", erklärt die Dorfjugend weiter. Ende November wurde dann die Haussammlung in Ohndorf erfolgreich durchgeführt. "Während viele Bürger beim Öffnen der Tür überrascht waren und gewartet haben, dass wir anfangen zu singen als Martinssänger, waren doch alle sehr begeistert von dem sozialen Engagement. Im nächsten Jahr kommen wir dann vielleicht schon zum Martinssingen", berichtet die Dorfjugend von der Sammlung.