1. Pohler Ängste vor dem Straßenbau

    Gemeinde besorgt wegen Umleitung

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    POHLE (al). Eine langwierige Sperrung der Bundesstraße 442 bei Messenkamp setzt die Gemeinde Pohle in Sorge. Die auf sieben Monate terminierte Brückenerneuerung zwingt den Fernverkehr von Lauenau in Richtung Bad Münder durch Pohle, Schmarrie, Beber und Rohrsen. Eine Alternative gebe es nicht, hat der Leiter der Hamelner Geschäftsstelle der Straßenbauverwaltung, Markus Brockmann, bereits deutlich gemacht. Brockmann sollte eigentlich dem Rat Rede und Antwort stehen, musste aber aus terminlichen Gründen absagen. Als Ersatz erhielt Bürgermeister Jörg Hupe (CDU) eine schriftliche Stellungnahme. Darin wird auch für Pohle eine Bedarfsampel-Regelung versprochen.

    Aus dem Rat wurde eine rechtzeitige Bestandsaufnahme über den gegenwärtigen Zustand der Hauptstraße im Abschnitt zwischen Ortseingang und der Einmündung zur Kreisstraße 57 gefordert. Die bereits heute marode Fahrbahn dürfte durch das zusätzliche Verkehrsaufkommen weiter geschädigt werden.

    Auch die gesamte Sanierung der Ortsdurchfahrt behält der Rat im Auge. Wie Hupe weiter berichtete, seien erste Vermessungen erfolgt. Im Frühjahr werde es ein Treffen aller Träger öffentlicher Belange geben, bei dem die Ausbaupläne vorgestellt werden sollen.

    Hans-Werner Kühnel (SPD) erneuerte seine Forderung zur Ermittlung der auf die Gemeinde entfallenden anteiligen Kosten. Er vermisse in der bis 2018 geltenden Haushaltsplanung einen Hinweis, "wie teuer für uns die rund zwei Kilometer Gehweg kommen". Für die Finanzierung von Bürgersteig und Gosse seien Gemeinde und Anlieger verantwortlich. "Ihr baut doch so was nicht zum ersten Mal", hielt er der Verwaltung vor. Gemeindedirektor Sven Janisch stimmte Kühnel grundsätzlich zu: "Der Gehweg ist schon eine Hausnummer." Niemand aber wisse, wann der Bau erfolge und welche Preissteigerungen bis dahin eintreten.

    Auf Kühnels Hinweis, der damalige Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann habe bereits 2010 eine Unterstützung auch durch die Samtgemeinde für die Maßnahme als sinnvoll erachtet, erklärte Janisch: "Darüber muss man sprechen, wenn es konkret wird."

    Pohle selbst will sich ebenfalls auf die Suche nach möglichen Zuschusstöpfen begeben: Sprecher beider Fraktionen befürworteten eine Idee des Bürgermeisters, die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm zu beantragen. Von den anwesenden Verwaltungsvertretern konnte allerdings niemand auf Anhieb erklären, ob Pohle die fälligen Kriterien überhaupt erfüllt. Foto: al

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