Das Dilemma für die Brandbekämpfer im Dorf am Salzbach begann 2011, als sie ein neues Löschfahrzeug für das abgängige alte Modell übernehmen konnten. Es passte zwar in die vorhandene Garage hinein – "aber sonst nichts mehr", bemerkte SPD-Sprecher Andreas Kölle, der selbst als Ortsbrandmeister in Apelern tätig ist.
Das neue Auto beanspruchte so viel Platz, dass die Türen gegen die Garagenwand schlugen und das Anlegen von Schutzkleidung im Alarmfall nicht mehr möglich war. Folglich suchte die Soldorfer Wehr selbst nach einer Lösung. Es hätte auch ein stillgelegter Stall oder eine Scheune sein können, hatte Ortsbrandmeister Klaus Urlacher noch in der letzten Jahreshauptversammlung angedeutet. Doch dann fand die Wehr selbst ein passendes Grundstück hinter dem Wohnhaus Am Salinenplatz 16 und die Bereitschaft des Eigentümers zum Verkauf. Das Gelände befindet sich nahe dem jetzigen Gerätehaus. Über Parzellengröße und Preis ist bislang nicht verhandelt worden.
Apelern würde, so der Antrag der Sozialdemokraten, die Fläche erwerben und sie zweckgebunden für ein neues Gerätehaus zur Verfügung stellen. Vor dem Kauf müsse allerdings die Verpflichtungserklärung der Samtgemeinde vorliegen, "in einem angemessenen Zeitrahmen" das Gebäude zu errichten.
"Die Situation ist wirklich schrecklich", wandte sich Börries von Hammerstein (CDU) an den gleichfalls anwesenden Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla: "Da muss dringend etwas passieren." Da Apelern jetzt in Vorleistung trete, könne die Samtgemeinde bei der gewünschten Investition einen Grundstücksmangel nun nicht mehr beklagen. Foto: al
