APELERN (al). Die Anwohner des Apelerner Münchhausenrings haben neue Nachbarn bekommen: 28 Obstbäume bilden eine Streuobstwiese und dürften vielleicht schon im nächsten Jahr für echten Vitaminnachschub sorgen. Zu verdanken ist dies dem örtlichen Heimatverein. "Wir wollen wieder alte Sorten auf die Zunge bringen", begründet der stellvertretende Vorsitzende und Biologie-Experte Gerhard Hurek das Bemühen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Heimatfreunde dem Apfelbaum verschrieben haben. Vorsitzender Ferdinand Exler wird nicht müde, auf dessen Bedeutung für Apelern hinzuweisen, wo doch schon der Ortsname den engen Bezug herstellt. Deshalb befinden sich unter den hochstämmigen Jungpflanzen klassischer Sorten auch ein Holzapfel. Die Früchte dieses Ur-Baums sind weniger zum Verzehr geeignet. Hurek weiß aber, dass er zumindest als Beigabe in der Mosterei verwendet wird. Und noch zwei Besonderheiten wachen auf der Wiese künftig in den Apelerner Himmel: Es sind Quitten. Den Mitgliedern und einigen Unterstützern half ein Bagger beim Buddeln. Deshalb konnten die Arbeiten an einem trüben Nachmittag schnell beendet werden. Doch sie waren nur ein erster Schritt. Als nächstes soll ein Apfelpfad ausgewiesen werden für Kindergarten-, Schulkinder oder auch erwachsene Spaziergänger. Jeder Baum erhält ein Schild mit dem Hinweis auf die Sorte und ein Bild der Frucht. Vorgesehen sind ferner eine Übersichtstafel, Insektenhotel und Schau-Bienenkasten. Dass dies von der fernsehbekannten Umweltlotterie "Bingo" gefördert wird, hat auch etwas mit den Vernetzungsmöglichkeiten zu tun: Der bei Pilgern und Wanderern beliebte Sigwardsweg streift die Streuobstwiese unmittelbar. Und nur wenige Schritte sind es in den nahen Münchhausen-Park sowie weitere Spazierwege rund um Apelern. Exler freut sich auf die vielleicht schon im nächsten Jahr erste mögliche Ernte. "Natürlich dürfen auch die Nachbarn pflücken", lädt er zur Verwertung besonders der lagerfähigen Sorten ein. Daneben säumen besonders schmackhafte Tafeläpfel die Wanderwege: "Von diesen naschen dann die Spaziergänger." Foto: al
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Ein Bagger hilft beim Buddeln
Heimatverein legt Streuobstwiese mit 28 Bäumen an
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