1. Kein Schutz für das Schloss

    Ratsherr Michael Ensslen scheitert mit Antrag auf Unesco-Weltkulturerbe

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    HÜLSEDE (al). Auch in seinem zweiten Anlauf ist der Hülseder Ratsherr Michael Ensslen mit seiner Idee gescheitert, das örtliche Wasserschloss und die St. Ägidien-Kirche als mögliches Unesco-Weltkulturerbe zu beantragen. Ensslen, der wiederholt mit Ideen im Rat aufwartet und dafür keine Mehrheiten findet, lehnte am Ende selbst sein eigenes Vorbringen ab. Schon vor einiger Zeit hatte der Grünen-Politiker laut über den internationalen Schutz für das bedeutendste lokale Bauwerk nachgedacht.

    Schließlich gilt das Schloss als eines der besterhaltenen Beispiele für die Architektur des 16. Jahrhunderts.

    Jetzt setzte Ensslen konkret nach: Die gesamte Weserrenaissance der Region sollte über die Schaumburger Landschaft in das Bewerbungsverfahren eingebracht werden und dabei auch die hiesigen Bauten berücksichtigen. Beim zuständigen hannoverschen Ministerium habe er schon nachgefragt: Niedersachsen müsse spätestens 2017 neue Objekte vorschlagen, die Deutschland der Unesco-Kommmission zur Entscheidung vorlege.

    "So ein Antrag ist nicht unsere Aufgabe", erklärte Gemeindedirektor Günter Wehrhahn, "das ist Sache der Eigentümer". Wenn diese sich bewerben würden, könne die Gemeinde ihre Stellungnahme dazu abgeben. Schlossbesitzerin Alexandra Gräfin von Finckenstein meldete sich indes umgehend zu Wort: "Wir wollen das einfach nicht", erklärte sie, "damit machen wir uns doch nur lächerlich". Prompt wurde Ensslens Ansinnen ohne weitere Debatte abgelehnt – einstimmig.

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