Wöbbel (lig). Für einen Tag hatten die Wöbbeler eine eigene Währung, denn auf dem Weihnachtsmarkt wurde mit dem "Wöbbeler Taler" bezahlt. Mit den Chips, die gegen Euros eingetauscht wurden, sollte die Bezahlung an den Ständen, erleichtert werden. Einzeln und lose oder bereits als Zehner- oder Zwanzigerpäckchen, waren sie erhältlich und konnten später auch wieder zurück getauscht werden.
Doch was konnten die Gäste alles mit den Talern bezahlen? So bot das kulinarische Angebot Krustenbraten, Lippischen Pickert, Kaffee und Kuchen, Glühwein, Lumumba und Kakao und Kinderpunsch für die kleinen Gäste. In einem Halbkreis waren Hütten angeordnet, in denen verschiedenste Handarbeits- oder Kreativartikel angeboten wurden.
"Manche Aussteller kommen aus unserem Dorf und andere sind Bekannte aus den umliegenden Ortschaften", sagt Susanne Post, Vorsitzende des Heimatvereins Wöbbel unter dessen Federführung aber mit Beteiligung aller Vereine und der Kirchengemeinde, der Markt veranstaltet wurde. Eine von den Ausstellerinnen war Margret Reinhardt aus dem Westerwald, deren selbstgehäkelte Mützen ein echter Renner waren. Seit rund vier Jahren hat sie das Häkeln für sich entdeckt und sie sagt "das macht so viel Spaß". Die Tochter der 81-Jährigen lebt in Wöbbel und hatte ihr den Stand vorgeschlagen – und der war stets belagert von Marktbesuchern, die Mützen aufprobierten und sich im Spiegel betrachteten. Musikalisch setzte der Posaunenchor Horn die Gäste in Stimmung und auch die Jagdhornbläser aus Bad Pyrmont gaben ein Stelldichein. Zu Einbruch der Dunkelheit kündigte sich dann noch ein ganz besonderer Gast an. Der Nikolaus besuchte die kleinen Gäste und hatte natürlich auch etwas mitgebracht. Den Abschluss des Weihnachtsmarktes bildete ein Feuerwerk.
