1. Keine Kosten für die Brücke

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    POHLE (al). Eine seit zwei Jahren gesperrte Brücke über den Pohler Bach am westlichen Ortsrand ist wieder befahrbar – und hat der Gemeinde keine Kosten verursacht. Der Rat nahm die unerwartete Wende eines wiederholt heftig diskutierten Dauerthemas kommentarlos zur Kenntnis. Der marode Zustand der nur von Landwirten und einigen Spaziergängern benutzten Querung hätte eigentlich aufwändig saniert werden müssen. Anfangs war von 75.000 Euro die Rede, wobei Kritiker die Notwendigkeit der Maßnahme angesichts geringer Nutzung und leerer kommunaler Kasse in Frage stellten. In einem zweiten Anlauf vor Jahresfrist reduzierte sich der mögliche Aufwand auf 55.000 Euro für eine Fertigteillösung. Doch dafür wäre auch ein Gutachten für 9000 Euro notwendig gewesen, das den Tragwerksbedarf berechnet hätte. Wieder wurde das Thema vertagt.

    Vor Kurzem nun rieben sich erste Spaziergänger verdutzt die Augen: Die Absperrbaken waren beiseite geräumt. Und die Seitenansicht der Brücke erwies sich als durchaus wieder ansehnlich. Auf SW-Anfrage teilte damals bereits Bürgermeister Jörg Hupe (CDU)mit, dass die Jagdgenossenschaft mit eigenen Mitteln und Maschineneinsatz die Reparatur besorgt habe. "Deutlich günstiger" als alles zunächst Veranschlagte, verlautbarte Hupe, der auch den Vorsitz der Grundeigentümergemeinschaft führt. Jetzt erstattete er dem Rat einen knappen "Sachstandsbericht": "Die Widerlager sind hergestellt und der Gemeinde sind keine Kosten entstanden", gab er zu Protokoll. Das Befahren sei möglich – allerdings "auf eigene Gefahr".

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