1. Ein Weihnachtsmarkt mit Zukunft

    Werbegemeinschaft, Vereine und Firmen organisierten und feierten gemeinsam

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    Lügde (afk). Klein aber fein – so präsentierte sich der Lügder Weihnachtsmarkt seinen Besuchern und erntete dafür von vielen Schaulustigen Lob und Anerkennung. Die Organisatoren der Werbegemeinschaft, allen voran Carolin Nasse von der Tourist-Info und mit ihnen die Vertreter der örtlichen Vereine und einiger Firmen, hatten an zwei Tagen ein abwechslungsreiches Wintervergnügen auf die Beine gestellt, das für Jung und Alt etwas zu bieten hatte.

    Waren die umfangreichen Vorbereitungen mit den Aufbauarbeiten noch von Dauerregen und Sturm begleitet gewesen, zeigte sich pünktlich zum Startschuss das Wetter von seiner guten Seite: trocken und kalt. Da macht ein Bummel über den Marktplatz und der angrenzenden Vorderen Straße Spaß. Nach einem zähen Beginn zeigten die Lügder dann aber ihre Treue und Standfestigkeit zum Markt. Das Areal rund um den großen, aber leider viel zu spät erleuchteten Weihnachtsbaum füllte sich zusehends. Für adventliche Stimmung sorgten die evangelischen Posaunenchöre aus Elbrinxen und Lügde. Das Kindertheater "Pirat Backenbart Bernd" aus Bielefeld ließ die Kleinsten staunen ob der künstlerischen Fähigkeiten als Zauberer, Jongleur und Feuerschlucker.

    "Das ist unser Lügde", besang Stefanie Säumenicht, vielen besser bekannt als "Moonlight Steffi" und mit der Begleitung der "Shaddows" die Osterräderstadt am Abend vor dem festlich geschmückten Rathaus. Während zeitgleich im Fernsehen die letzte Folge von "Wetten dass…" lief, brachten die Lügder ihre eigene Außenwette gut und erfolgreich über die Bühne. Erfolgreich deshalb, weil es ihnen gelang, mehr als 200 Besucher zum Mitsingen des "Lügder Liedes" zu bewegen und damit ihren Bürgermeister Heinz Reker auf die "Verliererstraße" zu schicken. Doch diese Niederlage tat dem bekennenden Schalke-Fan nicht so weh wie die Knappenniederlage am Nachmittag in der Bundesliga. Er nahm es mit Humor und sieht die Wetteinlösung nun wahrlich nicht als Strafe an.

    "Ich gratuliere Steffi und ihrem großen Chor für diese tolle Leistung und ich werde am kommenden Freitag auf dem Wochenmarkt gern Kekse an die Besucher verteilen", versprach er, seinen Wetteinsatz ohne Wenn und Aber einzulösen. Gleichzeitig dankte er den Organisatoren für die tollen Ideen und deren Umsetzungen.

    Richtiges Gedränge gab es am Sonntag, als die Kindergärten Pusteblume und Tausendfüßler eingeübte Weihnachtslieder anstimmten und die kleinen Stars von ihrem familiären Publikum kräftig gefeiert wurden. Aufmerksam lauschten die Kinder dann mit Einbruch der Dunkelheit dem Nikolaus, der samt Gefolge die Osterräderstadt erreicht hatte und aufgesagte Gedichte und Adventslieder der Kleinen mit Präsenten belohnte.

    Die Großen erwärmten sich an Getränken und auch für das leibliche Wohl hatten die Anbieter reichlich gesorgt. Die zehn von der Werbegemeinschaft zur Verfügung gestellten Holzhütten waren von den Kunsthandwerkern schnell vergriffen. Mit attraktiven Dekoartikeln wurde so manches Weihnachtsgeschenk noch schnell geordert. In der Marktscheune rückten die Anbieter ob des großen Andrangs eng zusammen, denn sonst hätten sie nicht alle "Platz in der Herberge gehabt".

    Einen besonderen Platz hatte die "Ponderosa" mit ihrem Streichelzoo geschaffen. Die niedlichen Shetland-Ponys fühlten sich in ihrem Auslauf wohl und waren ob ihrer adventlichen Verkleidung immer wieder ein lohnendes Fotoobjekt. Einladend dazu hatte sich Jana Waelsch aus Detmold mit ihrer Harfe platziert und bot abseits des allgemeinen Trubels einen guten Kontrast zur Karussellmusik und dem abschließenden Platzkonzert des örtlichen Blasorchesters. Ein toller Weihnachtsmarkt mit vielen zufriedenen Besuchern. Lediglich die Ausrichter des Eisstockschießens schmollten, denn ihr Aufruf an die örtlichen Vereine, einen Lügder Meister zu küren, verpuffte leider. Nur vier Teams hatten sich gemeldet, doch die hatten abseits des Trubels trotzdem ihren Spaß. Das wird bei der Manöverkritik noch einmal zu besprechen sein.

    Carolin Nasse zog indes noch am Abend ein positives Resümee. "Unsere zahlreichen Treffs und umfangreichen Vorbereitungen haben sich gelohnt. Wir sind auf einem guten Weg, den Weihnachtsmarkt als ein besonderes Highlight zum Jahresende werden zu lassen. Dank an alle Mitstreiter". An dem Termin werde sich nichts ändern, auch wenn im nahe gelegenen Bad Pyrmont mit "Zar Peters Winter-Weihnachtswochenende" zeitgleich eine Großveranstaltung stattfindet. "Die Adventszeit hat nur vier Wochenenden und wir nehmen auch Rücksicht auf den Markt in Schwalenberg und andere Veranstaltungen in der Region", so Nasse.

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