1. Ein doppelter Nutzen

    Mit einem Brot unterstützen Helpuper bedürftige Kinder

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    Oerlinghausen-Helpup (kd). Eine ungewöhnliche, aber letztlich erfolgreiche Idee: Mit schmackhaftem Brot lässt sich zugleich Gutes bewirken. Bereits 15 Mal hat der Verein "Help up mit Herz und Hand" auf privater Basis Hilfsgüter nach Rumänien transportiert. Vor einem Jahr hat der gemeinnützige Verein gemeinsam mit einer örtlichen Backstube eine Aktion gestartet, um auch finanziell helfen zu können: Mittel zum Zweck war ein eigens entwickeltes Brot mit dem Namen "Siebenbürgen-Kruste". Es ging 3.000 Mal über die Ladentheke; damit kam eine Spendensumme von 1.000 Euro zusammen.

    Vor acht Jahren haben Martin Elbracht, Volker Neuhöfer und Erich Lange damit begonnen, gebrauchte Rollstühle, Rollatoren und andere medizinische Hilfsmittel nach Rumänien zu bringen. Erstes Ziel war ein Heim für mehrfach behinderte Kinder in Siebenbürgen. Es zeigte sich, dass auch noch weitere Einrichtungen in Hermannstadt (Sibiu) Bedarf hatten. Und so versorgten sie die unfallchirurgische Abteilung eines Krankenhauses mit Pflegebetten und Klinikbedarf, eine Stiftung für die Betreuung von Kindern mit Kleidung und Spielzeug.

    In Gesprächen mit Arnd und Wilm Brinkmann, den Geschäftsführern der Bäckerei, kam die Idee auf, ein spezielles Brot zu entwickeln, um den Spendenbetrag noch weiter zu erhöhen. "Mich hat die Initiative der Helpuper überzeugt. Hier weiß ich, dass das Geld einem guten Zweck dient und sicher ankommt", erklärte Bäckermeister Wilm Brinkmann. Er entwickelte ein Rezept für ein Weizenmischbrot aus Sauerteig mit geröstetem Sesam. Jeder Laib wird mit einem Stempelaufdruck versehen, der eine Burg symbolisieren und damit an Siebenbürgen erinnern soll.

    30 Cent vom Verkaufspreis der Brote war für die Stiftung "Edelweiss" in Hermannstadt bestimmt. Sie betreut mehr als 100 bedürftige Kinder aus einem sozialen Brennpunkt. Die Kinder werden nachmittags von acht Pädagogen und Psychologen der betreut, verpflegt und mit Kleidung versorgt. Nicht nur der gute Zweck, auch der Geschmack überzeugte die Kunden. Innerhalb eines Jahres wurde das Brot mit der Burg 3.000 Mal verkauft. Von dem Erfolg waren Arnd und Wilm Brinkmann so überwältigt, dass sie die Spendensumme auf 1.000 Euro aufrundeten.

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