RODENBERG (pd). Die Lokale Agenda 21 macht sich dafür stark, weitere Anpflanzungen von Süntelbuchen durchzusetzen. Sie folgt damit einer Anfrage des Freudeskreises Süntel-Buchen, Ortsgruppe Bad Münder. Nach einer kurzen Aussprache im Bauausschuss der Stadt Rodenberg wurde ohne Gegenstimme eine entsprechende Empfehlung auf den Weg gebracht.
Der Freudeskreis ist seit Jahren bemüht, neben der Pflege der bestehenden Süntel-Buchen-Bestände auch die Neuanpflanzung der seltenen Pflanzen nicht aus den Augen zu verlieren. Jetzt soll über die Lokale Agenda 21 nach Flächen für neue Anpflanzungen "im Talbereich zwischen Bad Nenndorf und Bad Münder" gesucht werden. Wie es in der Tischvorlage weiter heißt, sollen in der Region "Touristen für die Einzigartigkeit des Baumes begeistert werden". Auf einem ausgeschilderten Rundweg sollen Wanderer, Radfahrer und Autotouristen zunächst zu den alten markanten Bäumen im Tal (Bad Münder, Luttringhausen, Eimbeckhausen, Feggendorf, Bad Nenndorf, Rodenberg, Apelern, Lauenau, Hülsede, Beber, Hamelspringe) hingeführt werden. Auf einer Stele mit einer Informationstafel sollte dort der jeweilige Baum und die Wegführung erläutert werden. Da die Abstände zu den genannten Standorten noch sehr groß sind, wäre es nach Meinung der Unterstützer angebracht, auf der Wegführung auch auf Neupflanzungen hinzweisen. Das würde die Attraktivität des Leitsystems "Tal der Süntel-Buchen" erheblich steigern. Nach Aussagen des Freundeskreises haben in Hülsede, Altenhagen II und in Bad Münder bereits erste Pflanzaktionen stattgefunden.
Rudolf Zerries von der Lokalen Agenda 21 stellte im Ausschuss zwei in Frage kommende Standorte für Neuanpflanzungen in der Gemarkung Rodenberg vor. Beide liegen in der Nähe der Rodenberger Windmühle. Vom Grundsatz her waren die Politiker mit den Vorschlägen einverstanden. Vor konkreten Pflanzaktionen müsse jedoch mit den Eigentümern der Flächen gesprochen werden, so die einhellige Meinung der Ratsvertreter im Fachausschuss.