Bad Salzuflen (la). Mit der Suite "Aus Holbergs Zeit" von Edvard Grieg beginnt das diesjährige Weihnachtskonzert der Nordwestdeutschen Philharmonie, das am Samstag, 20. Dezember, um 19.30 Uhr in der Konzerthalle im Kurpark von Bad Salzuflen stattfinden wird. Ferner wird das Klavierkonzert Nummer drei in c-Moll opus 37 von Ludwig van Beethoven gespielt, ehe der Abend mit der Jupiter-Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart ausklingen wird. Am Pult des Orchesters steht der italienische Dirigent Pietro Borgonova, für das Klavierkonzert konnte die amerikanische Pianistin chinesischer Abstammung Claire Huangci verpflichtet werden. Karten im Vorverkauf zu 18 bis 30 Euro gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung, Telefon 05222/952909, und bei der Bürgerberatung im Rathaus an der Rudolph-Brandes-Allee.
Die Suite "Im Alten Stil" in G-Dur opus 40 hatte Edvard Grieg als Klaviermusik komponiert, sie wurde aber in einer von ihm selbst geschriebenen Version für Streichorchester bekannter. Der Stil der Musik ist Tanz- und Liedformen des frühen 18. Jahrhunderts, also zu Lebzeiten Holbergs, nachempfunden.
Beethovens drittes Klavierkonzert ist das einzige des Komponisten in einer Moll-Tonart. Es gilt als sein erstes Klavierkonzert mit sinfonischen Merkmalen, was der Gattung des Klavierkonzerts aus dem Salon in den Konzertsaal verhelfen sollte. Als Vorbilder könnten Beethoven Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzerte in d-Moll und c-Moll gedient haben, die beide von Beethoven sehr bewundert wurden.
Und die Sinfonie C-Dur (Köchelverzeichnis 551) komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Sommer 1788 in Wien. Es ist seine letzte Sinfonie, die den nicht von ihm stammenden Titel Jupiter-Sinfonie trägt. Nach Mozarts Tod wurde das Werk – insbesondere das Finale – als eines der gelungensten Stücke der Sinfonik angesehen und als höchster Triumph der Instrumentalkomposition gefeiert.
Pietro Borgonovo stammt aus Mailand und hat sich internationale Anerkennung als engagierter Leiter von Opern- und Sinfonik-Projekten erarbeitet. So wurde er gefragter Dirigent vieler renommierter europäischer Festivals und leitete die führenden Orchester Italiens, ehe er auch in europäischen Metropolen in Erscheinung trat und gefeiert wurde. Ausgezeichnet wurde er unter anderem als Leiter der Welt-Premiere von "Medea" von Adriano Guarnieri in 2003. Viele Tonträgeraufnahmen mit führenden Orchestern und Solisten sind unter seiner Leitung erschienen. Zudem ist er künstlerischer Direktor des "Giovine Orchestra Genovese (GOG)", einer der ältesten und renommiertesten Konzert-Gesellschaften Italiens.
Die junge amerikanische Pianistin Claire Huangci hat die Rolle des gefeierten Wunderkindes, das im Alter von zehn Jahren ein Privatkonzert für Präsident Bill Clinton gab, längst hinter sich gelassen und überzeugt durch ausgeprägte künstlerische Reife. Sie vereint technische Brillanz mit musikalischer Ausdrucksstärke, spielerische Virtuosität mit künstlerischer Sensibilität. Und so versteht sie auch ihr ganzes Schaffen: Sie will "Musik machen, an die man sich erinnert, nicht weil ich so schnelle Finger hatte, sondern weil sie so schön war – so schön, dass sie zu Tränen rührte."
