1. Diskussion um Sportpauschale

    Stadtsportverband hielt Vollversammlung ab

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    Schieder-Schwalenberg (la/lig). Ehrungen und Neuwahlen und die obligatorischen Regularien waren auf der Tagesordnung der Vollversammlung des Stadtsportverbandes (SSV) vermerkt und wurden auch "abgearbeitet". Allerdings nahm einen großen Part der Versammlung eine hitzige Debatte um die Sportpauschale ein.

    Zunächst hatte der Vorsitzende des SSV, Reinhard Gröne, die angenehme Aufgabe, erfolgreiche Sportler und verdiente Ehrenamtliche für ihre Leistungen mit einem kleinen Präsent auszuzeichnen.

    Dies war Hartmut Nikoleiski (TuS 08 Brakelsiek), der hier seit über 30 Jahren als Kassenwart fungiert sowie ebenfalls vom Sportverein Brakelsiek, Friedrich "Bubi" Hoffmann, ein langjähriger aktiver Sportler und Organisator des Brakelsieker Volkslaufs. Christian Post (TuS Wöbbel) wurde ferner für sein besonderes Engagement für die Aufführung des Musicals "Simba, König der Löwen" ausgezeichnet sowie Lisa Glowatzki (TuS Wöbbel), eine junge, engagierte und erfolgreiche Fußball-Schiedsrichterin. Jan-Hendrik Waldvogt, Sven-Oliver Waldvogt, Domink Meier und Jannik Holzkämper alle Schießsportverein Lothe wurden für erfolgreiche Teilnahmen und Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaften geehrt. Jan-Hendrik verteidigte dabei seinen Titel als Deutscher Meister im Luftpistolenschießen seiner Altersklasse. Die Schützen konnten aufgrund eines wichtigen Trainingstermins in Dortmund nicht teilnehmen. Hoffmann musste sich ebenso entschuldigen lassen.

    Die turnusmäßigen erforderlichen Neuwahlen im Vorstand ergaben keine Veränderungen. Einstimmig wurden Reinhard Gröne zum Vorsitzenden, Rainer Schriegel zu seinem Stellvertreter, Thomas Hartmann zum Geschäftsführer und Karin Lutz zur Sportabzeichen-Obfrau gewählt.

    Erfreuliches hatte der Vorsitzende auch von der Stadtentwicklungsausschusssitzung zu berichten. Hier war erst wenige Tage zuvor beschlossen worden, die 50prozentige Kürzung des Zuschusses an den SSV durch entsprechende Mittel aus der Sportpauschale wieder auszugleichen.

    Damit war es dann aber auch mit den erfreulichen und problemlosen Tagesordnungspunkten vorbei. Zum wiederholten Male erläuterte Bürgermeister Klaus in seinen Ausführungen, die desolate Finanzsituation der Stadt und die damit verbundenen Einsparungsmaßnahmen, die gerade auch bei den städtischen Sportanlagen notwendig seien. Die überdurchschnittlich lange Versammlung wurde stark geprägt durch teilweise sehr heftige Diskussionen über den Nachweis und die Verwendung der Sportpauschale. Reinhard Gröne griff den Bürgermeister scharf an und berichtete von zahlreichen erfolglosen Versuchen, seitens der Stadtverwaltung eine genaue Aufstellung über die Verwendung der Sportpauschale in den letzten Jahren zu bekommen. Auch anwesende Ratsherren äußerten hierüber ihr Unverständnis, hieß es seitens des SSV. Auf Nachfrage von Lippe aktuell beim Bürgermeister zu den Vorkommnissen, erklärte dieser, dass es Aufstellungen gegeben haben soll. "In den öffentlichen Vorlagen 827/14 zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 16. September und 842/14 zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 18. November wird die Verwendung der Sportpauschalen der Jahre 2010 bis 2013 dargelegt. Der Stadtsportverband ist im Verteiler und kann sich in den Sitzungen des Fachausschusses äußern", so Klaus. Auf Nachfrage der Verwendung erklärte der "erste Bürger". "In 2010 wurde die Sportpauschale für Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen an Sporthallen und Sporthäusern, am Sportplatz Brakelsiek und im Freibad verwendet. In 2011 und 2012 kam die Sportpauschale für die Unterhaltung von Sporthallen und Sporthäusern und des Freibades zum Einsatz".

    Geschäftsführer Hartmann versuchte, nach eigenen Angaben, durch einen Kompromiss die Wogen etwas zu glätten: die Verwendung der Sportpauschale solle nicht mehr zu weit zurückverfolgt werden. Da für 2013 und 2014 noch erhebliche Mittel nicht zweckbestimmt verbraucht sind, sollte auch nur noch für diese Jahre den Sportlern die Verwendung aufgezeigt werden.

    Hierauf den Bürgermeister wieder befragt erklärte dieser: "In 2013 wurde ein Anteil von etwa 18.000 Euro für Maßnahmen an Turnhallen in Schieder, Schwalenberg und Wöbbel eingesetzt; ein Teilbetrag von etwa 22.000 Euro wurde angespart. Die Verwendung der Pauschale aus 2014 kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Soweit Mittel der Sportpauschale nicht verwendet wurden/werden, sind diese in der Bilanz als Verbindlichkeiten darzustellen und können als bilanziell angesparte Mittel später bei größeren Maßnahmen eingesetzt werden", so Klaus.

    Der Vorstand des SSV wird das Gespräch mit dem Bürgermeister suchen, um die heftigen Emotionen wieder abzubauen und zu einem sachlichen und fairen Umgang miteinander zurückzukehren. Mit dem Ziel einer einvernehmlichen Lösung für den Sport unter Berücksichtigung der finanziellen Lage der Stadt, teilte Hartmann mit.

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