Bad Salzuflen (la). Eine Satire über das Erwachsenwerden in einer übersättigten Gesellschaft, die an Aktualität nichts eingebüßt hat, schuf Charles Webb mit seinem Roman "Die Reifeprüfung" (1963), die als Film mit Dustin Hoffman, Anne Bancroft und Katharine Ross und der Musik von "Simon & Garfunkel" 1967 ein überragender Erfolg war. Jetzt ist die Bühnenfassung von Terry Johnson am Freitag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr im Kur- und Stadttheater an der Parkstraße unter der Regie von Eva Hosemann zu erleben. Den "Ben" verkörpert Johannes Merz, während Helen Schneider als "Mrs. Robinson" und Diana Ebert als "Elaine" in einem überzeugenden Ensemble glänzen können. Karten im Vorverkauf zu 16 bis 29 Euro gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung, Telefon 05222/952909, und bei der Bürgerberatung im Rathaus an der Rudolph-Brandes-Allee.
Benjamin Braddock hat sein College-Examen in der Tasche, aber keinen Plan, wie es weitergehen soll. Bis jetzt hat er brav nach den Vorstellungen seiner Eltern gelebt. Mitten in dieser Sinnkrise macht die gelangweilte, verheiratete High-Society-Dame Mrs. Robinson, eine Freundin seiner Eltern, ihm auf seiner Hochschul-Abschlussfeier ein unmissverständliches Angebot. Nach anfänglichem Zögern nimmt Ben die Avancen an. Er lebt nun zwischen elterlichem Swimmingpool und Hotelzimmer ziellos in den Tag hinein. Immer offensichtlicher wird sein Ekel vor der Scheinheiligkeit einer spießigen Gesellschaft und der Langeweile des amerikanischen Vorstadtlebens der prüden 60er-Jahre. Doch dann kehrt Elaine, die Tochter der Robinsons, aus dem College nach Hause zurück. Durch sie erkennt Ben endlich einen Sinn im Leben, für den es sich zu kämpfen lohnt. Die eifersüchtige Mrs. Robinson versucht mit allen Mitteln, die Liebe zwischen Ben und Elaine zu verhindern. Von den Intrigen beeinflusst, soll Elaine schließlich einen College-Freund heiraten. Doch ihre Eltern haben nicht mit Bens Beharrlichkeit und mit der Macht der Liebe gerechnet.
