Bad Salzuflen (rto). Mit einem neuen Projekt unter Führung des Staatsbades soll sich die Stadt neue Kundenbereiche erschließen. Der Geschäftsführer des Staatsbades, Stefan Krieger, stellte das Vorhaben jetzt zusammen mit Anja Bode vom Deutschen Heilbäderverband (DHV) vor. Über 25 Millionen Deutsche leiden unter einer Allergie. Das, so Stefan Krieger, sei Grund genug, sich um diese Gruppe als zukünftige Kunden des Staatsbades zu kümmern. Unter Führung des Staatsbades soll sich die Stadt jetzt um das Zertifikat der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) bemühen. Der Startschuss dazu fiel vor einigen Tagen. Die Initiative zielt darauf ab, den Allergikern in Deutschland einen beschwerdefreien Urlaub zu ermöglichen. Dazu gehören nach Auskunft von Stefan Krieger und Anja Bode nicht nur der touristische Service, sondern auch eine umfangreiche Infrastruktur für Allergiker und ihre Mitreisenden. Möglich sind spezielle Angebote in der Gastronomie, aber auch Friseure oder Bäckereien, die allergikerfreundlich arbeiten oder produzieren.
Während ein großer Teil der Beherbergungsbetriebe sich bereits auf die Unterbringung von Allergikern eingestellt hat, fehlt eine entsprechende Infrastruktur in der Badesstadt. Diese soll nun aufgebaut und Standards für die Übernachtungsbetriebe festlegt werden. Dazu gehört auch die Schulung von Personal, was durch das Staatsbad und den DHV passieren soll.
Um das Zertifikat zu erhalten, müssen rund 10 Prozent der Dienstleister in der Stadt bereit sein, an diesem Projekt mitzuarbeiten. "Das erfordert von allen Beteiligten mehr, als nur die im Dezember in Kraft tretende neue europäische Verordnung zur Auszeichnung von nicht verpackter Ware", sagt Anja Bode. Sie hat bereits die Stadt Baabe auf Rügen, Bad Hindelang im Allgäu oder die Insel Borkum zertifiziert und berichtet von Erfolgen in diesen Gemeinden.
Die Auftaktveranstaltung zu dem neuen Projekt soll im Februar starten. Bis dahin, so der Staatsbad-Geschäftsführer, habe man zahlreiche Gespräche mit dem Handel, der Gastronomie und dem Übernachtungswesen geführt. Wenn alles so läuft wie geplant, dann kann das Zertifikat schon im Herbst ausgestellt werden.
"Bei den wachsenden Zahlen von Allergikern ist diese Initiative ein wichtiger Schritt in die Zukunft des Gesundheitsstandortes Bad Salzuflen", sagt Stefan Krieger dazu.
