1. Ein Hauch von Weihnacht

    Sinfoniekonzert der NWD am Nikolaustag

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Bad Salzuflen (la). Zwar noch kein Weihnachtskonzert, aber doch schon weihnachtlich "angehaucht" ist das dritte Sinfoniekonzert der städtischen Reihe, das die Nordwestdeutsche Philharmonie (NWD) am Nikolaustag, Samstag, 6. Dezember, um 19.30 Uhr in der Konzerthalle im Kurpark von Bad Salzuflen gibt. Mit "Christmas Eve" von Nikolai Rimski-Korsakow wird es eingeleitet, dann folgt die "Festliche Ouvertüre" von Dmitri Schostakowitsch und schließlich werden Auszüge aus der Oper "Eugen Onegin" von Peter I. Tschaikowsky vorgetragen – mithin ein komplett russisches Programm. Als Gast am Pult des Orchesters steht dabei Andrew Grams, die solistischen Aufgaben übernehmen die Sopranistin Martina Welschenbach und Bariton Miljenko Turk. Karten im Vorverkauf zu 16 bis 31 Euro gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung, Telefon 05222/952909, und bei der Bürgerberatung im Rathaus.

    Die Suite "Christmas Eve" von Nikolai Rimski-Korsakow stammt aus der Einführung der gleichnamigen Oper, die auf eine Kurzgeschichte von Nikolai Gogol beruht. Die "Festliche Ouvertüre" von Dmitri Schostakowitsch wurde 1954 zum Jahrestag in Erinnerung an die Oktoberrevolution uraufgeführt. Der Komponist schloss den Satz in nur drei Tagen ab, der offenbar auf Glinkas "Russlan und Ludmilla" beruht, da er die gleichen Tempi und Stile der Melodie hat.

    Das Werk zählt inzwischen zu den Standard-Stücken des Orchesterrepertoires.

    Die Oper "Eugen Onegin" wurde um 1878 von Peter Iljitsch Tschaikowsky geschrieben. Sie basiert auf dem gleichnamigen Versroman von Alexander Puschkin. Tschaikowsky wählte für seine Oper den Untertitel "Lyrische Szenen". Die Erstaufführung am St. Petersburger Mariinski-Theater geriet zu einem durchschlagenden Erfolg und ließ die Oper zu einem Standardwerk zunächst auf russischen und später auch auf internationalen Bühnen werden. So schrieb der tschechische Komponist Antonín Dvorák an Tschaikowsky: "Es ist eine wundervolle Schöpfung, voll warmer Empfindung und Poesie und in allen Einzelheiten gekonnt, kurzum, diese Musik ist bestrickend und dringt so tief in unser Herz ein, dass man sie nie wieder vergessen kann. Gebe Gott, dass Sie uns noch viele Werke wie dieses schenken mögen!"

    Andrew Grams gehört zu den hoffnungsvollsten und talentiertesten jungen Dirigenten Amerikas. Er arbeitete mit den größten Orchestern der USA von Cleveland über Chicago bis Washington, ehe er international in Erscheinung trat und zunächst mit renommieren Orchestern Kanadas spielte und dann in Europa etwa in England, Frankreich, Italien sowie in Skandinavien gefeiert wurde.

    Die solistischen Aufgaben bei diesem Konzert übernehmen Martina Welschenbach und Miljenko Turk. Erstgenannte studierte in ihrer Heimatstadt Stuttgart, dann an der Guildhall School in London und an der Opernkasse des dortigen Royal College of Music. Sie gehört seit 2008 dem Ensemble der Deutschen Oper Berlin an und konzertiert mit renommierten Orchestern und bekannten Dirigenten. Und der kroatische Bariton Miljenko Turk gehörte bis 2010 dem Ensemble der Kölner Oper an, wurde mit dem Offenbach-Preis ausgezeichnet und ist dort auch als Gast noch oft zu hören. Er studierte in Graz und Köln und war Preisträger internationaler Gesangswettbewerbe. Er spricht und singt in mehreren Sprachen und ist auch ein hervorragender Lied-Interpret.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an