Leopoldshöhe. Zahlreiche Unternehmensvertreter nahmen kürzlich am Kommunalen Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) in Leopoldshöhe teil. Dabei stellten sich Bürgermeister Gerhard Schemmel sowie Bauamtsleiter Hermann Oortmann den Fragen örtlicher Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung. Im Besonderen Interesse stand der Umgang mit den knapper werdenden Gewerbeflächen sowie die unzureichende Breitband-Infrastruktur.
"In punkto Breitband muss deutlich nachgebessert werden", machte ein Teilnehmer seine Sorgen deutlich. Um die Beseitigung der "Weißen Flecken" in Leopoldshöhe kümmert sich gegenwärtig das Telekommunikationsunternehmen Sewikom. Dessen Geschäftsführer Kai-Timo Wilke berichtete über die derzeitigen Bauarbeiten rund um das Gewerbegebiet Greste. Dass die Wettbewerbsfähigkeit einer Region vom schnellen Auf- und Ausbau der Breitbandtechnologie abhängt, darüber waren sich alle einig. "Was nützt aber eine flächendeckende Abdeckung die in Teilen 3 Mbit Leistung nicht überschreitet", ärgerte sich ein Teilnehmer über seine Versorgung. Bürgermeister Schemmel versprach sich des Problems anzunehmen. Geplant sei dafür eine Blitzumfrage seitens der Verwaltung.
Ein anderer Diskussionspunkt des Abends war die Gewerbeflächenknappheit. "Leopoldshöhe hat mit seiner zentralen Lage in unmittelbarer Nähe zum Oberzentrum Bielefeld und der Verkehrsgunst durch die Nähe zur B 66 und der A 2 ideale Voraussetzungen eines attraktiven Wohn- und Arbeitsortes", verdeutlichte Schemmel die Vorzüge der Gemeinde.
Leider könne man auf die Anfragen insbesondere der Gewerbetreibenden nach neuen Flächen nur bedingt reagieren. Derzeit stünden nur noch drei Hektar an freien Gewerbeflächen zur Verfügung. Eine weitere Schwierigkeit komme noch hinzu. Rund um Leopoldshöhe seien die Böden für die landwirtschaftliche Nutzung optimal, was eine gewerbliche Nutzung erschwert. "Nicht umsonst haben wir die Runkelrübe im Wappen", so Schemmel. Die Flächenpolitik von Bund und Land soll künftig restriktiver gehandhabt werden, was nicht nur die Entwicklung in Leopoldshöhe gefährden wird, ist sich IHK-Hauptgeschäftsführer Axel Martens sicher.
"Regionen brauchen Spielräume um leistungsfähig zu bleiben. Dafür wird sich die IHK Lippe auch künftig einsetzen."
