Bad Salzuflen. Vor knapp sieben Wochen haben die Stadtwerke Bad Salzuflen das Fernwärmenetz in der Fußgängerzone erfolgreich in Betrieb genommen. Jetzt plant das Unternehmen einen Leitungsausbau im Bereich Steege und Osterstraße. Die Baumaßnahme umfasst ebenfalls die Erneuerung weiterer Versorgungsleitungen und wird voraussichtlich im März 2015 beginnen. Das Investitionsvolumen der Stadtwerke beträgt etwa 1 Million Euro. Sofern die Baumaßnahme witterungsbedingt und technisch einwandfrei verläuft, könnte die erste Fernwärme pünktlich zur Heizperiode 2015 in Teilen der Osterstraße fließen. Sie wird von den Stadtwerken zentral im Blockheizkraftwerk Staatsbad (Bismarckstraße) klimaschonend erzeugt und in Form von heißem Wasser an die Kunden geliefert. Durch die Fernwärmeleitung in der Osterstraße realisieren die Stadtwerke einen Zusammenschluss der zwei Wärmeinseln Hoffmannstraße und Lohfeld. Aufgrund der Umweltfreundlichkeit wird der Fernwärmeanschluss eines jeden Kunden vom Land NRW je nach Leistungsbedarf mit bis zu 1.500 Euro bezuschusst. Und auch die Stadtwerke Bad Salzuflen bieten den Fernwärmeanschluss im Rahmen des innerstädtischen Netzausbaus vergünstigt an. "Jeder, der sich bis zum 31.01.2015 für Fernwärme entscheidet, vereinfacht die Projektierungsphase und minimiert damit die Ablaufkosten der Stadtwerke. Diesen Kostenvorteil wollen wir an unsere Kunden weiter geben. Die von der Baumaßnahme betroffenen Kunden werden in Kürze persönlich angeschrieben und näher informiert", so Anna Lisa Davidovic, Marketingleiterin der Stadtwerke Bad Salzuflen.
Im Innenstadtbereich ist vor allem der geringe Platzbedarf für die Fernwärmeübergabestation ein zentrales Argument. So werden im Haus weder Tank- noch Heizraum noch Kamin erforderlich, denn die Übergabestation ist kaum größer als ein Tischkühlschrank und benötigt somit wenig Platz.
Das Engagement der Stadtwerke Bad Salzuflen im Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung ist unter anderem eine Zielvorgabe des hauseigenen Energiekonzeptes. Hierin ist formuliert, dass bis 2022 die Stromeigenerzeugung möglichst lokal auf einen Anteil von bis zu 50 Prozent auszubauen ist. Durch den Fernwärmeausbau lässt sich eine Effizienzsteigerung der Blockheizkraftwerke erzielen. Darüber hinaus leistet die Investition einen Beitrag zur lokalen CO2-Reduzierung.