1. Energie und Geld sparen und das Klima schützen

    Klimaschutzmanagerin und Euz starten Beratungsoffensive für die Lemgoer Südstadt

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Lemgo-Laubke. Im Rahmen der jüngsten Monatsversammlung der Nachbarschaft Laubke-Pahnsiek im Laubker Gemeinschaftsraum referierten Lemgoer Klimaschutzmanagerin Regine Thamm-Wind, und Andreas Schmid vom Energie- und Umweltzentrum (Euz)Lemgo über Klimaschutz, Energiesparen und wie sich all das in der eigenen Geldbörse positiv auswirken kann. Sie informierten über die von Euz und Stadt gemeinsam initiierte "Beratungsoffensive für die Nachbarschaft Laubke" – gemeint sind damit weite Teile der Südstadt. Die vorgestellten Angebote bieten interessierten Hauseigentümern eine Vielzahl von kostenfreien oder kostengünstigen Möglichkeiten die ansonsten deutliche Kosten verursachen. Für die Bewohner der Siedlungen Laubke/Pahnsiek/Biesterberg gibt es in den kommenden Monaten das besondere Angebot kostenlos eine "Vor-Ort-Beratung" im eigenen Haus zu erhalten. Diese Aktion sei Teil der Klimaschutz-Aktivitäten der Alten Hansestadt Lemgo, so Regine Thamm-Wind.

    "Haben Sie mehr als 85 Euro pro Person und Monat Abschlag für Energie und Wasser? Dann sollten wir mal überlegen, was wir tun können," schlug Andreas Schmid vom Euz mit einem Lächeln vor, um dann darzustellen, was das besondere Beratungsangebot für die Laubke beinhaltet.

    Das Euz verleiht kostenlos Messgeräte für Strom, Wärme und Feuchte und wertet die Messergebnisse mit den interessierten Bürgern der Laubke aus. Außerdem können kostenlos Energiespar-Lampenkoffer ausgeliehen werden. Zum Ausprobieren. Schmid und seine Kollegen bewerten den individuellen Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch mit dem Euz-Sparcheck und beraten vor Ort. Zudem erhalten die teilnehmenden Hauseigentümer einen 100 Euro-Gutschein für die "Start-Beratung Energie" mit Solarcheck für ihr Wohnhaus. Bei alledem ist es nicht wie sonst Voraussetzung Kunde der Stadtwerke Lemgo zu sein. Diese erhalten allerdings noch kostenlos als "Heimvorteil" die Sachverständigenberatung für KfW-Programme.

    Ein Großteil der Anwesenden meldete sich gleich am Veranstaltungsabend für die "Start-Beratung Energie". Weitere Interessierte können sich noch bei Wilfried Waibel, unter der Telefonnummer (05261) 71 166, beim Euz unter Telefon (05261) 5656 oder per Email an "info@euz-lemgo.de" in den nächsten drei Wochen anmelden.

    Sobald es das Wetter mit den notwendigen Minustemperaturen zulässt ist Anfang nächsten Jahres ein Thermografie-Rundgang geplant. Mit der Wärmebildkamera können dann schon erste Schwachstellen an Objekten erkannt werden. Über den Termin soll mit einigen Tagen Vorlauf informiert werden.

    Schmid: "Wer eine detaillierte thermografische Auswertung seines Gebäudes wünscht, der kann für 120 Euro eine genaue Objektuntersuchung bestellen, wobei es für Stadtwerke-Kunden noch eine Ersparnis von 40 Euro gibt." Mit dieser Untersuchung erfolgt das Aufzeigen von Wärmebrücken und Wärmeverlusten, das Erkennen von Durchfeuchtungen, Leckagen, Aufzeigen von undichten Türen und Fenstern und die Dokumentation von Schwachstellen am Gebäude. Es werden mindestens sechs Außenaufnahmen des Hauses mit einer Infrarotkamera gemacht und Erläuterungen zu den Infrarotbildern mit Tipps zur Behebung möglicher Schwachstellen gegeben. Weiterhin erhalten die Gebäudeeigentümer Hinweise zur neuen Energieeinsparverordnung . "Die folgende Vor-Ort-Beratung ist im Rahmen der Aktion mit der Nachbarschaft Laubke-Pahnsiek mit Gutschein kostenlos", so der Fachmann des Energie- und Umweltzentrums.

    Regine Thamm-Wind machte deutlich: Energiesparen betrifft alle Lebensbereiche. "Ein ganz wichtiger Bereich des Klimaschutzes sind die Gebäude beziehungsweise das Beheizen der Gebäude. Hier liegen ganz große Potentiale und Einsparmöglichkeiten. Allein zirka 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs werden für das Beheizen und Warmwasser verwandt. Da kann so mancher Euro gespart werden", so Thamm-Wind. Rund 75 Prozent der Gebäude in Deutschland seien vor 1975 gebaut worden. Damals waren energetisches Bauen und Heizen keine Themen. Sie hob hervor, "durch modernere Techniken, richtige Materialien und Vorgehensweisen ist es auch bei älteren Häusern möglich den Energieverbrauch deutlich zu senken und damit auch den CO2- Ausstoß und die Kosten. 10, 20 oder auch 60 Prozent Energieeinsparungen sind machbar."

    Energetische Modernisierungen lohnen sich mehrfach: Sie senken den Energieverbrauch und die Energiekosten, sie steigern den Wert des Gebäudes, sie fördern ein angenehmes Wohnklima und zudem leisten sie einen großen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

    Über die Beratungsinitiative kann man sich auch an einem Infostand am Rande des "Laubker Advents" am heutigen Samstag ab 14.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Laubke informieren.

    Neben dem Thermografie-Rundgang ist von der Nachbarschaft Laubke-Pahnsiek für März 2015 bereits ein weiterer kostenloser Beratungsabend zum Thema "Barrierefreiheit in der eigenen Wohnung" vorgesehen.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an