Horn-Bad Meinberg (cp). Die schöne Landschaft und die ausgedehnten Wanderwege sind große Stärken von Horn-Bad Meinberg, das haben jetzt auch die Macher des Masterplanes für Bad Meinberg bescheinigt. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten das "Friedhofsteam Wehren" und die "Ü70-Gruppe" aus Holzhausen-Externsteine. Ihren unermüdlichen Einsatz für Landschaftspflege und Naturschutz hat die Stadt jetzt mit dem jeweils 1. Platz beim Umweltpreis honoriert.
Wer in Wehren zur Werrequelle wandert und sich dabei über gut gepflegte Wanderwege freut, kann sich sicher sein, dass hier das "Friedhofsteam Wehren" am Werk war. Heinz Bentmann, Kurt Brömelmeyer, Friedhelm Lohmeyer, Helmut Kaiser und Klaus Plöger kümmern sich in Wehren seit Jahren um den Waldfriedhof und die Kappelle, um umliegende Wanderwege und um Nistgelegenheiten für Vögel. Seit einiger Zeit haben sie ihre Arbeit ausgedehnt und halten zudem den Quellbereich der Werre in Ordnung.
Bürgermeister Eberhard Block lobte bei der Übergabe des Preises im Rittersaal der Burg: "Ohne Ihren Einsatz wäre unsere Gesellschaft viel ärmer." Viele der Helfer seien ganzjährig ehrenamtlich aktiv. So auch die Preisträger aus Holzhausen-Externsteine: Sie sind seit Jahren kontinuierlich für ihren Ort im Einsatz, halten Wanderweg und Bänke auf der Vogeltaufe instand, nehmen Mäharbeiten vor oder säubern die Landschaft von Müll und Unrat – allein in 2014 kamen Wilfried Müller, Peter Versteeg, Dieter Stoll und ihre Mitstreiter auf rund 500 Arbeitsstunden. Für 2015 ist bereits der Aufbau einer neuen Sitzgruppe am Ehrenmal geplant.
Eine dreiköpfige Kommission hatte die diesjährigen Preisträger ausgewählt. "Die Preisvergabe ist mittlerweile eine gute Tradition. Die Umweltfrage stehe nicht nur hier immer wieder im Fokus, sondern auch international. Sie wissen, wie schwer sich die große Politik damit tut. Umso wichtiger ist es, dass vor Ort etwas geschieht", betonte der Bürgermeister. "Es ist eine gute Sache, sich für die Natur einzusetzten." Besonders erfreulich sei es, wenn Kinder frühzeitig an den Naturschutz herangeführt würden. So sieht das auch die Leitung der Kita "Pusteblume", deren Bemühungen die Stadt mit einem zweiten Preis auszeichnete. Durch Aktionen wie "sauberer Wald" werden die Kleinen dort schon früh für den Umgang mit der Natur sensibilisiert, lernen Tiere kennen und achten darauf, keine Pflanzen zu zerstören. Dank selbstgestalteter Nistkästen, die rund um die Kita aufgehängt wurden, konnten die Kinder Vögel beobachten und über Bruterfolge freuen. Auch in Zukunft sind weitere Projekte in der Natur geplant.
Auch die Naturschutzbemühungen des Heimatvereins Belle waren der Stadt einen Preis wert. Heinz Albrecht, Rudi Radtschun und Christine Watermeier nahmen die Auszeichnung stellvertretend für den Verein entgegen, der sich seit viele Jahren intensiv für den Erhalt der Landschaft in Belle einsetzt. Dazu gehören regelmäßige Aktionen wie "sauberes Dorf" und die Pflege und Instandsetzung von Wanderwegen.
Außerdem kümmern sich die Beller um die Friedhofskapelle und das Ehrendenkmal.
Alle Preise sind Dank der Unterstützung des Energieunternehmens RWE mit einem kleinen Preisgeld verbunden.
