1. 10.000 Euro für den Verein "Leuchtturm"

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    Über 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Kultur waren im Mai zur Brauerei Strate gekommen, um hier gemeinsam bei Musik zu feiern, Matjes zu genießen und natürlich bei der Versteigerung um das Matjesfass mitzubieten. Und zwar nach dem amerikanischen Prinzip: Am Ende zahlt nicht nur einer, der das höchste Gebot abgegeben hat, sondern jeder Bieter zahlt seine Gebote, erklärte Stefan Lüersen, der die Matjazzparty gemeinsam mit dem damaligen Sparkassenvorstand Jürgen Wannhoff initiiert hatte.

    Die Veranstaltung sei kein Selbstläufer, daher seien die Lions dankbar, dass so viele Gäste dabei waren und so fleißig gespendet haben. 10.000 Euro an einem Abend, das ist ein stolzes Ergebnis. Damit habe man sogar die Vorjahre noch übertroffen, freute sich Lüersen, der vor allem der Familie Strate dankte. "Wir freuen uns, dass es eine so tolle Veranstaltung war. Dafür haben wir wieder gerne unser Grundstück zur Verfügung gestellt", betonte Simone Strate. Und nicht nur das: Auch mit Freibier haben die Strates die Feier unterstützt, denn "der Matjes muss ja schwimmen", lächelt Simone Strate. Turnusgemäß findet 2016 die nächste Matjazzparty statt.

    Das Geld kommt dem Verein "Leuchtturm" zugute. "Ein sagenhaftes Ergebnis, das war umwerfend", freute sich Trauerbegleiterin Elisabeth Eberlein. Mit dem Geld werde man vor allem Aus- und Weiterbildungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter bezahlen. Das Team besteht aus fünf Mitarbeitern, zwei haben bereits die Ausbildung zur Trauerbegleiterin absolviert, eine weitere Kollegin beginnt im kommenden Jahr. Rund 2.000 Euro kostet das Seminar, bei dem man nach sieben intensiven Wochenenden im Kinderhospiz "Balthasar in Olpe auch eine Abschlussarbeit schreiben muss. "Das geht ans Eingemachte", weiß Elisabeth Eberlein aus eigener Erfahrung. Aber es lohne sich eben auch sehr. Das Thema Tod sei zwar nach wie vor ein Tabu in der Gesellschaft – vor allem aber unter Erwachsenen, meint Eberlein. Kindern trauern anders, finden ihren eigenen Umgang damit. In den Gruppen, die sich alle 14 Tage treffen, tauschen sich die Kinder aus, trösten einander; es wird gemeinsam gebastelt und gespielt. Derzeit betreut "Leuchtturm" sieben Kinder und fünf Jugendliche, die einen nahen Verwandten verloren haben. Der Verein "Leuchturm" sucht Menschen, die als Trauerbegleiter mitarbeiten möchten. Interessenten können Kontakt aufnehmen unter der Rufnummer (05252) 9779090 oder per E-Mail an "e.eberlein@leuchtturm-lippe.de". Weitere Infos gibt es unter "www.leuchtturm-lippe.de".

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